Hochwasserkatastrophe

Verstopftes Rohr löste Flutwelle in Bayern mit aus

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Ort Simbach am Inn in Niederbayern wurde Anfang Juni infolge starker Regenfälle vollkommen überschwemmt. Fünf Menschen starben.

Der Ort Simbach am Inn in Niederbayern wurde Anfang Juni infolge starker Regenfälle vollkommen überschwemmt. Fünf Menschen starben.

Foto: dpa

Eine Ursache für die Überschwemmungen im bayerischen Simbach am Inn ist geklärt. Ein verstopftes Rohr ließ offenbar einen Damm brechen.

Simbach am Inn.  Dammbrüche und mindestens ein verstopftes Rohr haben die Flutkatastrophe im niederbayerischen Ort Simbach am Inn mit ausgelöst. „Sie können aber nicht die alleinige Ursache gewesen sein“, sagte Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid (CSU) am Freitag.

Es habe am Mittwoch vergangener Woche so stark geregnet, dass das Unglück nach seiner Einschätzung nicht verhindert werden konnte. „Wenn ein Damm am Simbach auf einer Länge von 75 Metern bricht, reißt natürlich eine Menge Wasser in den Ort.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, Wassermassen hätten sich an einem mit Baumstücken und Sträuchern verstopften Rohr an einem Damm gestaut, so dass dieser am Nachmittag des 1. Juni brach. Das Rohr habe eigentlich als Unterführung des Flusses Simbach gedient.

In Folge der Fluten in Bayern starben Anfang Juni insgesamt sieben Menschen. Allein im Ort Simbach am Inn kamen fünf Menschen ums Leben. Der Schaden in den Hochwassergebieten geht in die Millionenhöhe.

Neue Regenfälle drohen am Wochenende

Derweil gönnt das Wetter den Menschen in den bayerischen Hochwassergebieten eine Verschnaufpause. Nachdem es am Donnerstag in Teilen des Freistaates erneut heftig geregnet hatte, sollte es am Freitag trocken bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagte. Im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau habe sich die Hochwasserlage noch am Abend etwas entspannt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Gott sei Dank. Das können wir dringend brauchen.“ Auch in Niederbayern ließ der Regen nach.

Stundenlanger Dauerregen hatte am Donnerstag erneut Straßen überflutet und Keller volllaufen lassen. Etliche Bäche waren über die Ufer getreten. Feuerwehr und freiwillige Helfer errichteten in den betroffenen Gemeinden Dämme aus Sandsäcken. Für das Wochenende sind jedoch neue Regenfälle angekündigt. (dpa/schrö)

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos