Kriminalität

Mexikanische Mafia benutzte Gefängnis als Todescamp

Das Gefängnis Piedras Negras diente der Verbrecherorganisation „Los Zetas“ jahrelang als Folterstätte.

Das Gefängnis Piedras Negras diente der Verbrecherorganisation „Los Zetas“ jahrelang als Folterstätte.

Foto: © STRINGER Mexico / Reuters / REUTERS

Das Verbrechersyndikat „Los Zetas“ ermordete mindestens 150 Menschen in einem Gefängnis in Mexiko. Die Leichen wurden verbrannt.

Piedras Negras.  „Los Zetas“ heißt das mexikanische Drogenkartell, das für seine Brutalität berüchtigt ist. Nun wurde bekannt, dass die Verbrecherorganisation ein staatliches Gefängnis in Nordmexiko über Jahre als Todescamp nutzte. Mindestens 150 Menschen wurden in der Haftanlage der Stadt Piedras Negras im mexikanischen Bundessstaat Coahuila ermordet. Das berichtet unter anderem die spanische Zeitung El País.

Nach den Ermittlungen einer Sonderkommission konnten sich die „Zetas“ frei in dem Gefängnis bewegen und es auch verlassen. Sie entführten ihre Opfer, um sie in der Haftanstalt zu foltern und zu töten. Die Leichen verbrannten sie und verstreuten sie in einem Fluss. Kontrolliert wurde das Gefängnis durch den „Zetas“-Häftling Ramón Burciaga Magallanes und seine Komplizen.

Bisher fünf Festnahmen

Die Nachrichtenseite noticieros.televisos.com berichtet, dass bisher 15 Haftbefehle erlassen wurden. Bisher wurden fünf Personen festgenommen. Die Morde in dem Gefängnis von Piedras Negras wurden in den Jahren zwischen Dezember 2009 und Januar 2012 begangen. (JS)

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