Notoperation

Ärzte entfernen scharfe Granate aus dem Kopf eines Soldaten

Ein Soldat läuft in Kolumbien auf dem Bürgersteig. In dem lateinamerikanischen Land kam es in Folge eines Unfalls zu einer komplizierten Kopfoperation.

Ein Soldat läuft in Kolumbien auf dem Bürgersteig. In dem lateinamerikanischen Land kam es in Folge eines Unfalls zu einer komplizierten Kopfoperation.

Foto: © Carlos Eduardo Ramirez / Reut / REUTERS

Ein Unfall – eine Granate dringt in den Kopf eines Soldaten in Kolumbien ein. Um ihn zu retten, operieren ihn Ärzte auf der Straße.

Bogotá.  In einer komplizierten Operation haben kolumbianische Militärärzte eine scharfe Granate aus dem Kopf eines Soldaten entfernt. Bei einer Patrouille in Department Arauca im Osten des südamerikanischen Landes hatte ein Kamerad versehentlich einen Granatwerfer abgefeuert. Das Geschoss drang auf der rechten unteren Seite in den Schädel des Soldaten ein.

Weil ein Transport per Hubschrauber zu gefährlich war, wurde der Soldat in einem Krankenwagen ins Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Bogotá gebracht, wie die spanischsprachige Zeitung „El Tiempo“ am Donnerstag berichtete. Die Fahrt dauerte acht Stunden. Weil die Granate zu explodieren drohte, bauten die Ärzte auf dem Parkplatz der Klinik einen improvisierten Operationssaal auf. Der Tweet zeigt ein Bild von der öffentlichen Operation, das auch zahlreiche nationale Zeitungen druckten.

Schließlich wurde das Geschoss erfolgreich entfernt. „Es waren fünf entscheidende Minuten“, sagte Chef-Chirurg William Sánchez Maldonado. „Wenn die Granate explodiert wäre, hätte es eine Tragödie gegeben.“ Der Zustand des Patienten ist seit der Operation am vergangenen Sonntag stabil. Um das Gesicht des Soldaten wieder herzustellen, sind allerdings noch bis zu vier weitere Operationen notwendig. (dpa)

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