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Künstlerin „Barbara“ macht Platz zu ihrer eigenen Galerie

Mit Wortwitzen auf Stickern bewegt die Künstlerin „Barbara“ im Netz Hunderttausende. Eine Freiluftausstellung zeigt nun mehrere Werke.

Mit solchen Sprüchen ist „Barbara“ im Netz berühmt geworden.

Mit solchen Sprüchen ist „Barbara“ im Netz berühmt geworden.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  Die unbekannte Künstlerin „Barbara“ hat einen beliebten Platz in Berlin in ihre eigene Ausstellungsfläche verwandelt. Die vor allem in den sozialen Medien gefeierte Künstlerin hat am Boxhagener Platz mehrere Dutzend Aufkleber und Schilder mit Sprüchen, Fotos und Zeichnungen angebracht. Der Titel der spontanen Ausstellung vom Donnerstag: „Das Kleben ist schön.“

„Barbara“, deren Identität unbekannt ist, spricht sich häufig gegen Fremdenfeindlichkeit aus: „Je kleiner das Gehirn, mein Schatz, desto mehr Hass hat darin Platz“, war zum Beispiel auf einem Schild an einem Zaun zu lesen. Auf einem Mülleimer stand: „Deutschland ist schön, doch noch viel schöner ist es mit Pizza, Sushi und Döner.“

Fotos von „Barbaras“ Sprach-Kunstwerken erreichen auf Facebook Hunderttausende. In dem Netzwerk hatte sie am Donnerstagmorgen auf ihre Aktion hingewiesen. Ihre Identität bleibt vorerst weiter geheim: Zwar hatte sie angekündigt, als Polizistin verkleidet vor Ort sein zu wollen. Davon war jedoch am Morgen nichts zu sehen. Viele Besucher sagten vorsorglich: „Nein, ich bin nicht Barbara“. (dpa)