Amateursport

Meteorologe: Schiedsrichtern fehlt Sachkenntnis für Gewitter

Die Gefahr durch Gewitter sei für Fußball-Schiedsrichter nicht einschätzbar, sagen Meteorologen. Sie seien nicht ausreichend geschult.

Ein Benefiz-Fußballturnier in Berlin (Symbolbild). Schiedsrichter sind in Bezug auf Gewitterlagen nicht ausreichend geschult.

Ein Benefiz-Fußballturnier in Berlin (Symbolbild). Schiedsrichter sind in Bezug auf Gewitterlagen nicht ausreichend geschult.

Foto: imago stock&people / imago/Christian Thiel

Hamburg.  Fußball-Schiedsrichter sind nach Einschätzung des Meteorologen Frank Böttcher bei Gewitter überfordert. „Schiedsrichter sind keine Meteorologen und nicht hinreichend geschult in der Beurteilung einer Gewitterlage“, kritisierte der Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation am Donnerstag in Hamburg.

Blitze könnten auch fünf Kilometer außerhalb der eigentlichen Gewitterzelle einschlagen. Das bedeute, dass der Schiedsrichter die Gefahr im Zweifel gar nicht sehen könne. „Wenn die Sonne scheint, kommen Schiedsrichter eher nicht auf die Idee, dass die Fortführung unzumutbar sein könnte.“ Insbesondere Zuschauer der Amateurklassen seien durch Blitzschlag gefährdet, wenn sie ungeschützt am Spielfeldrand stehen. Nach den Regelungen des DFB können Schiedsrichter das Spiel nach eigenem Ermessen weiterlaufen lassen. (epd)