Brand in Asylheim: Acht Bewohner festgenommen

düsseldorf. Unzufriedene Bewohner sollen den Ermittlern zufolge für den Großbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf verantwortlich sein. Ein 26-jähriger Mann nordafrikanischer Herkunft soll Flüssigkeit auf eine Matratze geschüttet und angezündet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ein zweiter, ebenfalls 26 Jahre alter Nordafrikaner, habe die Tat gegenüber Bewohnern und Journalisten gestanden. Er gelte als Rädelsführer der Gruppe, die schon häufiger in der Halle für Ärger gesorgt habe. Beide seien dringend tatverdächtig. Insgesamt seien acht Verdächtige festgenommen worden. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung mit 34 Beamten. Nach Angaben von Zeugen soll es vor dem Brand einen Streit bei der Essensausgabe um die Einhaltung des islamischen Fastenmonats Ramadan gegeben haben. Durch das Feuer am Dienstag wurde die Flüchtlingsunterkunft, in der 282 Männer lebten, komplett zerstört. Es entstand ein Schaden von rund zehn Millionen Euro.