Tötung

Unbekannter schießt auf Radfahrer und verletzt ihn tödlich

Ein Unbekannter hat in Hamburg mehrfach auf einen Radfahrer geschossen und ihn dabei tödlich verletzt. Der Täter ist bislang flüchtig.

Ermittler der Polizei untersuchen den Tatort in Hamburg-Bergedorf. Ein Radfahrer wurde hier von einem Unbekannten tödlich mit einer Schusswaffe verletzt.

Ermittler der Polizei untersuchen den Tatort in Hamburg-Bergedorf. Ein Radfahrer wurde hier von einem Unbekannten tödlich mit einer Schusswaffe verletzt.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Hamburg.  Ein Radfahrer ist am Sonntagnachmittag Opfer einer Schießerei in Hamburg-Bergedorf geworden. Er war in der Nähe eines Badesees unterwegs, als ein Unbekannter mehrere Schüsse auf den Radfahrer abgab. Der Mann wurde am Kopf und am Rücken getroffen. Er blieb regungslos auf dem Gehweg liegen und erlag am Abend seinen Verletzungen. Der Täter flüchtete.

Jugendliche, die vom Badesee kamen, entdeckten den leblosen und blutverschmierten Radfahrer. Anwohner alarmierten die Rettungskräfte. Genauso wie ein Busfahrer, der anhielt und mit anderen Zeugen den Radfahrer mit einer Folie bedeckte. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, versuchten diese den Mann zu reanimieren. Der Mann kam in ein Krankenhaus, die Hilfe für ihn allerdings zu spät.

Die Mordkommission ermittelt in dem Fall. Bislang konnte das Opfer noch nicht identifiziert werden. Die Polizei sucht nun nach dem Täter. Er soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein und Shorts, ein weißes T-Shirt und ein dunkles Basecap getragen haben. Eine Fahndung der Polizei blieb ergebnislos.

Mutter flüchtet mit Sohn vor der Schießerei

Eine Frau, die zur Tatzeit mit ihrem sechs Jahre alten Sohn auf der Brücke mit dem Auto unterwegs war, hatte Glück. Sie musste stoppen, um ein anderes Fahrzeug auf der Brücke durchzulassen. Dann begann der Unbekannte auf den Radfahrer zu schießen. Eine Kugel traf den linken Hinterreifen des Autos. „Ich hab`Gas gegeben und bin schnell weg“, sagte die völlig aufgelöste Frau. Etwa hundert Meter weiter kam ihre blaue A-Klasse zum Stehen. Der Frau und ihrem Sohn ist nichts passiert. Trotzdem sind sie geschockt von dem Vorfall.

Derzeit sind noch Beamte der Spurensicherung von Ort. Sie konnten mehrere Patronenhülsen sicherstellen. Die Jugendlichen, die den Mann fanden, wurden vor Ort von Feuerwehrleuten betreut. Ihre Eltern kamen zum Tatort und holten sie ab. (dob/HA/dpa)