Urteil

Natascha Kampusch verliert Prozess gegen Buchautoren

Natascha Kampusch hatte gegen die Veröffentlichung eines Buches über ihre Entführung geklagt. Das Gericht entschied nun gegen Kampusch.

Das Buch über Natascha Kampusch darf verbreitet werden, urteilte das Kölner Landgericht.

Das Buch über Natascha Kampusch darf verbreitet werden, urteilte das Kölner Landgericht.

Foto: Herbert Neubauer / dpa

Köln.  Natascha Kampusch hat vor dem Landgericht Köln eine juristische Niederlage erlitten. Die Österreicherin, die acht Jahre in der Gewalt eines Entführers war, hatte eine einstweilige Verfügung gegen das Buch „Der Entführungsfall Natascha Kampusch – Die ganze beschämende Wahrheit“ beantragt. Doch die Pressekammer des Gerichts wies den Antrag am Mittwoch zurück. Kampusch muss die Kosten des Verfahrens tragen.

Die heute 28 Jahre alte Kampusch richtete sich gegen einen bestimmten Teil des Buches von Peter Reichard. Darin werden Videos beschrieben, die ihr Entführer Wolfgang Priklopil von ihr und sich gemacht hatte. Kampusch betrachtet diese Schilderung als eine Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts. Das Gericht hatte aber darauf hingewiesen, dass Kampusch in ihrem eigenen Buch ganz ähnliche Szenen beschrieben habe. (dpa)