Brandstiftung

Feuerwehrmann gesteht Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Mit Angst vor Kriminalität hat ein Feuerwehrmann seinen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft begründet. Anklage: Versuchter Mord.

Dem 25-jährigen Angeklagten wird siebenfacher versuchter Mord vorgeworfen.

Dem 25-jährigen Angeklagten wird siebenfacher versuchter Mord vorgeworfen.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Hagen.  Ein Feuerwehrmann hat vor Gericht einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im sauerländischen Altena gestanden. „Ich habe Angst gehabt vor Einbrüchen, Diebstählen, Gewalttaten und auch vor sexuellen Übergriffen“, sagte der 25-Jährige am Dienstag beim Prozessauftakt am Landgericht Hagen. Er habe den Flüchtlingen aber nicht schaden wollen. Bei dem Brandanschlag war niemand verletzt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Feuerwehrmann vor, in der Nacht auf den 3. Oktober 2015 unter dem Dachstuhl des Hauses Benzin verteilt und angezündet zu haben. Sein Freund soll im Hausflur Schmiere gestanden haben. Im Erdgeschoss des Hauses schliefen sieben Flüchtlinge aus Syrien. Das Gericht schließt eine Verurteilung wegen versuchten Mordes nicht aus. (dpa)