Bluttat

Schüsse auf Konzertgelände – Drei Tote in Österreich

Amoklauf bei einem Konzert in Österreich: Ein Mann erschoss zwei Menschen, bevor er sich selbst tötete. Es gab auch mehrere Verletzte.

Auf diesem Konzertgelände im österreichischen Nenzing fielen die tödlichen Schüsse.

Auf diesem Konzertgelände im österreichischen Nenzing fielen die tödlichen Schüsse.

Foto: DIETMAR MATHIS FOTOGRAFIE / dpa

Nenzing.  Ein 27-jähriger Mann hat auf einem Konzertgelände in Österreich zwei Männer im Alter von 33 und 48 Jahren Menschen erschossen und elf weitere Besucher verletzt. Einer schwebte am Sonntagnachmittag noch in Lebensgefahr. Anschließend tötete der Schütze sich selbst, berichtete die Polizei.

Der Mann hatte sich in der Nacht zu Sonntag in Nenzing in Vorarlberg mit seiner Freundin gestritten. Nach dem Streit holte er gegen drei Uhr die Waffe aus seinem Auto und schoss wahllos auf die rund 150 Besucher des von einem Motorradclub veranstalteten Konzerts. Die Freundin blieb dabei unverletzt.

Täter schoss mit einem Gewehr

Wie die Polizei weiter berichtete, handelt es sich bei der Tatwaffe um eine „Langwaffe“ – also offenbar um ein Gewehr. Wie viele Schüsse der Mann abgegeben hat, werde derzeit noch ermittelt. „Der genaue Hergang ist noch unklar“, sagte eine Polizeisprecherin. Über den Zustand der Verletzten hatten die Behörden noch keinen Überblick. „Die Schwere der Verletzungen ist sehr unterschiedlich“, sagte die Sprecherin. Die Opfer seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Der Täter war nach den Schüssen zu dem benachbarten Parkplatz zurückgegangen. An dessen Ausgang erschoss er sich. Der Mann stammt nach Polizeiangaben aus der Region. Die Behörden veröffentlichten zunächst keine weiteren Details. Ob er polizeibekannt war und einen Waffenschein besaß, ist unklar.

Dramatische Szenen am Tatort

Auf dem Gelände spielten sich dramatische Szenen ab. Wie das Internetportal „Vorarlberg Online“ berichtet, flüchteten mehrere Besucher in die umliegenden Wälder und auf die Autobahn. Die Polizei suchte das Gelände ab, zeitweise mussten Autobahnabschnitte und Waldwege gesperrt werden. Konzertbesucher, die unter Schock standen, wurden von Kriseninterventionsteams betreut. Ein Hubschrauber kreiste zeitweise über dem Gelände. Zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz.

„Die Menschen sind in Panik in den Wald geflohen“, sagte Bürgermeister Florian Kasseroler am Sonntag. Zum Zeitpunkt der Tat sei das Gelände nur schwach von einigen Scheinwerfern und Lagerfeuern erhellt gewesen. Anwohner hätten zunächst an ein Feuerwerk geglaubt, berichtete der Bürgermeister des Ortes mit 6300 Einwohnern. „Es sind wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen, aber genau weiß ich das nicht“, sagte er.

Das Konzert auf dem Gelände des Motorradclubs wird nach Angaben der Polizei jährlich veranstaltet. (dpa)