Song-Contest

Das Erste will den ESC-Vorentscheid völlig umkrempeln

Der letzte Platz von Jamie-Lee Kriewitz beim ESC-Finale bleibt nicht ohne Folgen. Die ARD plant einen neuen Modus: Es zählt der Song.

Jamie-Lee Kriewitz machte beim ESC-Finale 2016 in Stockholm eine ziemlich unglückliche Figur. Auch deshalb will die ARD die Auswahl von Künstlern und Musik neu gestalten.

Jamie-Lee Kriewitz machte beim ESC-Finale 2016 in Stockholm eine ziemlich unglückliche Figur. Auch deshalb will die ARD die Auswahl von Künstlern und Musik neu gestalten.

Foto: Michael Campanella / Getty Images

Hannover.  Der ESC-Beauftragte der ARD, Thomas Schreiber (56), will den Modus des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest erneut ändern. „Unser Hauptziel wird künftig die Suche nach ESC-Songs sein. Dazu suchen wir Interpreten, dann kümmern wir uns um die Inszenierung“, sagte der ARD-Unterhaltungskoordinator dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND). „Das Publikum wird final entscheiden.“

Beim ESC in diesem Jahr hatte Deutschland mit der Sängerin Jamie-Lee Kriewitz und ihrem Lied „Ghost“ ebenso sowie im vergangenen Jahr abgeschlagen den letzten Platz belegt. Schreiber sieht als Gründe für das schlechte Abschneiden unter anderem die Ausrichtung des deutschen Vorentscheids: „Das hat damit zu tun, dass wir – anders als etwa 2010 bis 2012 – nicht die Lieder aus einem internationalen Pool von mehreren hundert Songs ausgesucht haben, sondern Künstler mit Liedern gesucht haben.“ Zu einem Erfolg beim ESC gehöre aber auch Glück. „Ein Sieg lässt sich nicht am Reißbrett konstruieren.“ (dpa)