Präsidentensitz

Secret Service schießt Bewaffneten am Weißen Haus nieder

Schüsse vor dem Weißen Haus: Als ein Bewaffneter sich dem Sitz des US-Präsidenten näherte, feuerten die Sicherheitsleute auf ihn.

Alarmstufe eins herrschte für die Sicherheitsleute am Weißen Haus in Washington, als sich am Freitag ein Mann mit gezückter Waffe dem Sitz des Präsidenten näherte.

Alarmstufe eins herrschte für die Sicherheitsleute am Weißen Haus in Washington, als sich am Freitag ein Mann mit gezückter Waffe dem Sitz des Präsidenten näherte.

Foto: Aude Guerrucci / Pool / dpa

Washington.  Der Secret Service hat in der Nähe des Weißen Hauses einen Mann niedergeschossen, der sich mit gezogener Waffe einem Kontrollpunkt genähert hat. In einem Statement des Sicherheitsdienstes, der Leibgarde des US-Präsidenten, heißt es, der Mann sei am Freitag mehrfach zum Stehenbleiben aufgefordert worden. Als er weiterging, habe einer der Polizisten einmal auf ihn geschossen.

Das Weiße Haus wurde für knapp eine Stunde abgeriegelt. US-Präsident Barack Obama befand sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls nicht vor Ort. Dagegen wurde Vizepräsident Joe Biden laut Medienangaben in Sicherheit gebracht.

Wollte der Mann seine Erschießung provozieren?

Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe des „Executive Office Building“ am äußeren Sicherheitsring des Weißen Hauses, der für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Der angeschossene Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Einige US-Medien berichteten am Freitag, bei dem Zwischenfall habe es sich vermutlich um einen sogenannten „suicide by cop“ gehandelt – so nennt man in den USA eine Aktion mit dem Ziel, von der Polizei erschossen zu werden.

Zwischenfälle in der Nähe des scharf bewachten Weißen Hauses kommen öfter vor. Der sogenannte „Lockdown“ des Präsidentensitzes ist eine Standardprozedur und wird ausgelöst, wenn eine mögliche Gefährdung in der Nähe ein bestimmtes Niveau erreicht. (dpa)