Rassismus-Debatte

Trayvon Martins Todesschütze hat angeblich Waffe versteigert

Ein Stück „amerikanische Geschichte“ nennt George Zimmermann die Waffe, mit der er Trayvon Martin erschoss.

Ein Stück „amerikanische Geschichte“ nennt George Zimmermann die Waffe, mit der er Trayvon Martin erschoss.

Foto: HANDOUT / Reuters

Für 140.000 Dollar soll George Zimmerman die Pistole versteigert haben, mit der er den unbewaffneten Teenager Trayvon Martin erschoss.

Washington.  Ende einer bizarren Auktion: George Zimmerman soll die Waffe, mit der er den unbewaffneten Schwarzen Trayvon Martin erschossen hat, erfolgreich versteigert haben. Nach Angaben der PlattformUnited Gun Group lautet das letzte Angebot auf 138.900 Dollar, wie CNN berichete.

Die Echtheit dieses Angebots war nicht zu überprüfen. Die seit mehreren Tagen laufende Auktion war vermutlich mehrfach gehackt worden, falsche Gebote sollen den Preis nach oben getrieben haben. Die Auktionsseite teilte auf Twitter mit, Zimmerman prüfe nun mehrere Angebote, um den tatsächlich Höchstbietenden auszumachen.

Freispruch Zimmermans löste Demonstrationen aus

United Gun Group wollte die Auktion zunächst gar nicht zulassen. Eine andere Plattform, Gunbroker.com, hatte sich zuvor ebenfalls geweigert. United Gun Group ließ George Zimmermann die Waffe schließlich doch versteigern. Der kommentierte das Angebot mit den Worten, er biete ein „Stück amerikanische Geschichte“ an: „Die Waffe wurde gebraucht, um mein Leben zu verteidigen und die brutale Attacke von Trayvon Martin am 26. Februar 2012 abzuwehren.“

An dem Tag erschoss der damalige Nachbarschaftswächter Zimmerman den 17-jährigen unbewaffneten Martin. Es folgte ein viel beachteter Prozess, in dem sich Zimmerman erfolgreich auf Notwehr berufen konnte und freigesprochen wurde. Das Urteil löste Demonstrationen in mehr als 100 Städten in den USA aus und heizte die Debatte über rassistische Vorurteile gegenüber Afroamerikanern an. (küp/dpa)

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