Ausstellung

Millionen von Legosteinen werden in Hamburg zu Kunstwerken

Nathan Sawaya fertigt Skulpturen aus Legosteinen. Seine Ausstellung „The Art of the Brick“ zeigt, dass Lego nicht nur Spielzeug ist.

Hamburg.  Ob klassische Meisterwerke der Kunstgeschichte oder ein sechs Meter langes Dinosaurierskelett: Der amerikanische Künstler Nathan Sawaya fertigt Kunstwerke aus Millionen von Legosteinen. „Bereits als Kind habe ich entdeckt, dass man aus Legosteinen alles bauen kann, was man möchte“, sagt Sawaya.

Vom 12. Mai bis zum 19. Juli sind erstmals in Deutschland rund 100 seiner Kunstwerke in der Kulturcompagnie in der Hamburger HafenCity zu sehen. Die Ausstellung „The Art of the Brick“ hat laut Veranstalter weltweit bereits mehr als zwei Millionen Besucher angelockt.

Sawaya zitiert Ikonen der Kunstgeschichte

Die Werke des 42 Jahre alten Künstlers zeigen menschliche Figuren in Bewegung, als lebensgroßen Schwimmer oder als surreale Gestalten wie sein Werk „Yellow“, einem Mann, der sich den Oberkörper aufreißt, aus dessen Inneren gelbe Legosteine herausquellen.

Ein anderes Werk zeigt einen Mann in Rot, der von grauen Händen zurückgehalten wird. „Diese Skulptur habe ich als Antwort für all diejenigen geschaffen, die mich von einer künstlerischen Laufbahn abbringen wollten“, sagte Sawaya.

Zuvor arbeitete Sawaya als Anwalt

Zudem zitiert Sawaya viele Ikonen der Kunstgeschichte wie Edvard Munchs „ Der Schrei“ oder Auguste Rodins „Der Denker“. „Ich verwende Legosteine wie eine Art Medium, denn alles, was ich baue, ist den Betrachtern irgendwie bekannt. Nur eben nicht aus Lego. Sie damit zu verblüffen, macht mir großen Spaß“, erklärt der Künstler.

Früher arbeitete Sawaya als Anwalt, machte seine Liebe zu den Legosteinen aber schließlich zum Hauptberuf. Für eine lebensgroße Figur braucht der Künstler zwei bis drei Wochen und rund 15.000 Legosteine. Inspirationen holt er sich auf Reisen und von den Menschen, denen er begegnet: „Ich habe stets einen Skizzenblock dabei“, sagte der Amerikaner. (br/dpa)

Der Artikel ist zuerst auf abendblatt.de erschienen.