Düsseldorf –

Germanwings: Vater eines Opfers zeigt Fliegerärzte an

Düsseldorf. Rund ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz hat der Vater eines Opfers juristische Schritte gegen Fliegerärzte der Lufthansa und Verantwortliche des Luftfahrtbundesamtes (LBA) eingeleitet. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtete, hat der Düsseldorfer Unternehmer, der bei dem Unglück seine Tochter, deren Lebensgefährten und seinen 18 Monate alten Enkel verloren hatte, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gestellt. Die Behörde erklärte, dass die Unterlagen derzeit gesichtet würden.

„Hätten die Flugmediziner und Gutachter sich an das jeweils geltende Recht gehalten, so hätte diese Katastrophe nicht stattgefunden“, heißt es in der Anzeige. Für den hinterbliebenen Vater kommt demnach etwa der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung in Betracht. Der Mann wirft den Medizinern und der Aufsichtsbehörde LBA vor, den Copiloten des Flugs, der den Absturz offenbar absichtlich herbeiführte, trotz der bekannten schweren psychischen Erkrankung nicht vorschriftsmäßig begutachtet und kontrolliert zu haben.

Der Kläger hatte zusammen mit einem Juristen die Ermittlungsakte der französischen Staatsanwaltschaft ausgewertet. Dabei seien schwere Versäumnisse der flugmedizinischen Dienstes der Lufthansa und des LBA ausgemacht worden, hieß es.

( dpa )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos