Ermittlungsverfahren

Schulleiter soll Schüler genötigt haben, sich auszuziehen

Die Staatsanwaltschaft Kleve ermittelt gegen einen Schulleiter, der zwei 13-jährige Schüler aufgefordert haben soll, sich auszuziehen.

Ein Schulleiter soll zwei Schüler aufgefordert haben, sich auszuziehen. Er vermutete bei den Jungen Diebesgut.

Ein Schulleiter soll zwei Schüler aufgefordert haben, sich auszuziehen. Er vermutete bei den Jungen Diebesgut.

Foto: Marijan Murat / dpa

Kamp-Lintfort.  Nach Informationen der WDR-Lokalzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Kleve (NRW) gegen den Leiter einer Kamp-Lintforter Realschule wegen Nötigung. Er soll zwei 13-Jährige Schüler der benachbarten Europaschule aufgefordert haben, sich auszuziehen. Als Grund soll er angegeben haben, bei den Jungen Diebesgut vermutet zu haben. Sie hielten sich zu dem Zeitpunkt in der Turnhalle der Realschule auf.

Staatsanwaltssprecher Günter Neifer bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass ein Ermittlungsverfahren gegen den Schulleiter laufe. „Jetzt versuchen wir, den Sachverhalt zu klären“, erläuterte Neifer. „Ob es eine Straftat war oder nicht – das sind dann Wertungsfragen.“ Selbst unterstellt, es sei alles so passiert wie in der Strafanzeige der Eltern angegeben, sei die Frage der Straftat nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten.

Der Staatsanwaltschaft obliege es nicht zu werten, ob das Vorgehen des Pädagogen erzieherisch sinnvoll war. Neifer betonte, dass die Justiz das Verfahren als Jugendschutzsache betrachte. „Wir haben dabei in erster Linie das Kindeswohl im Auge.“ Und dem schade nicht zuletzt das große Medieninteresse.