Sydney –

Warum ein australischer Politiker einen Fluss in Brand setzt

Grüne Aktivisten warnen vor den Folgen der Frackingmethode

Mit ungewöhnlichen Bildern wollte ein australischer Politiker die gefährlichen Effekte des Fracking zeigen. Dafür zündete er Gas, das aus einem Fluss in Australien austritt, an und brachte sich selbst in Gefahr. Die Bilder sind inzwischen Millionen Male im Internet geteilt worden. Kohleflözgas ist in Australien ein ebenso sensibles Thema wie Schiefergas in Amerika.

Es ist in mehreren Hundert Metern Tiefe in den Kohleschichten eingelagert. Um an das Gas zu gelangen, wird unter anderem die sogenannte Frackingmethode eingesetzt, bei der durch Bohrungen das Gestein mit hohem Wasserdruck aufgebrochen wird.

Ein australischer Politiker wollte nun für sich selbst testen, ob wirklich so viel Gas aus dem Condamine-Fluss in Chinchilla im Südwesten Queenslands ausströmt, wie die Anwohner behaupten. Auf einem Boot fuhr Jeremy Buckingham deswegen auf den Fluss und hielt waghalsig ein Feuerzeug knapp über die Wasseroberfläche. Die Bilder zeigen, wie wenig der Grünen-Politiker damit rechnete, dass seine Aktion eine derart große Stichflamme auslösen würde. Später schrieb er auf Facebook: „Ich war schockiert von der Kraft der Explosion. Es brodelt so viel Gas durch den Fluss, dass es eine riesengroße Flamme gab.“

Laut den Betreibern haben die Gaslecks jedoch nicht unbedingt etwas mit den CSG-Bohrungen zu tun. Auch Dürre oder häufig darauf folgende Überschwemmungen in der Region könnten dazu beigetragen haben. Eine Untersuchung der Regierung habe keinen Hinweis auf Umweltschäden durch die Lecks entdecken können. „Anekdoten deuten darauf hin, dass mindestens eines der Lecks bereits seit Jahrzehnten vorhanden ist“, heißt es auf der Seite des Betreibers Origin Energy.