Literatur

„Gut gebrüllt, Löwe“: 16 Shakespeare-Zitate zum Todestag

„Etwas ist faul im Staate Dänemark“, „Gut gebrüllt, Löwe“: Viele Zitate aus Shakespeare-Werken sind geflügelte Worte. Eine Auswahl.

Ein antiquarisches Buch mit dem Konterfei von William Shakespeare.

Ein antiquarisches Buch mit dem Konterfei von William Shakespeare.

Foto: RUSSELL CHEYNE / REUTERS

London.  Den wohl berühmteste Monolog der Literaturgeschichte trägt Hamlet vor (3. Aufzug, 1. Szene) und verleiht darin seiner Sehnsucht nach dem Tod sowie seinem Weltschmerz gleichermaßen Ausdruck: „Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage: / Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern / Des wütenden Geschicks erdulden oder, / Sich waffnend gegen eine See von Plagen, / Durch Widerstand sie enden? Sterben – schlafen –“

Der Anfang ist zum geflügelten Wort geworden. Doch noch sehr viel mehr Sätze aus seinen Stücken sind zu Lebensweisheiten geworden. Shakespeare ist inzwischen zu einer Art literarischen Weltmarke geworden. Sein Bekanntheitsgrad ist kaum zu überbieten: 123 Millionen Google Treffer finden sich zu seinem Namen. Viel wurde geforscht zu seinem Werk. Bis ins letzte Detail: „Shakespeares Werk enthält 138.198 Kommas, 26.794 Semikolons und 15.785 Fragezeichen“, weiß der Autor und Shakespeare-Experte Bill Bryson.

Doch vor allem seine Sätze wirken fort. Eine Auswahl der bekannteste:

• „Ein tiefer Fall führt oft zu höherm Glück.“ („Cymbeline“, vierter Akt, zweite Szene)

• „Ein jedes Ding hat seine Zeit.“ („Komödie der Irrungen“, zweiter Akt, vierte Szene)

• „Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden als Eure Schulweisheit sich träumt.“ („Hamlet“, erster Akt, fünfte Szene)

• „Denn an sich ist nichts weder gut noch schlimm; das Denken macht es erst dazu.“ („Hamlet“, zweiter Akt, zweite Szene)

„Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können.“ („Hamlet“, vierter Akt, fünfte Szene)

„Etwas ist faul im Staate Dänemarks.“ („Hamlet, erster Akt, vierte Szene)

„Hohle Töpfe haben den lautesten Klang.“ („Heinrich V.“, vierter Akt, vierte Szene)

„Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild.“ („Macbeth“, fünfter Akt, fünfte Szene)

„Arm und vergnügt ist reich und überreich.“(„Othello“, dritter Akt, dritte Szene)

„Wie arm sind die, die nicht Geduld besitzen!“(„Othello“, zweiter Akt, dritte Szene)

„Wo Worte selten, haben sie Gewicht.“(„Richard II.“, zweiter Akt, zweite Szene)

„Doch niemand heilt durch Jammern seinen Harm.“(„Richard III.“, zweiter Akt, zweite Szene)

„Gut gehängt ist besser als schlecht verheiratet.“ („Was Ihr wollt“, erster Akt, fünfte Szene)

„Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.“ („Was Ihr wollt“, erster Akt, fünfte Szene)

„Gut gebrüllt, Löwe!“ („Ein Sommernachtstraum“, fünfter Akt, erste Szene)

„Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage.“ („Hamlet“, dritter Akt, erste Szene)

(dpa/les)

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