Coatzacoalcos –

13 Tote bei Chemie-Explosion in Mexiko

Coatzacoalcos. In einem petrochemischen Werk im Osten Mexikos sind bei einer Explosion 13 Menschen getötet und 136 weitere verletzt worden. Bei allen Opfern handelte es sich um Arbeiter in der Raffinerie der Firma PMV. Sie stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren. Nach Angaben des Bundeschefs des Katastrophenschutzes, Luis Felipe Puente, konnten rund 2000 Menschen, die zunächst in Sicherheit gebracht worden waren, in ihre Häuser zurückkehren. Die Ursache der Explosion war unbekannt. Luftmessungen hätten ergeben, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Nach der Explosion seien sofort alle Leitungen und Ventile geschlossen worden. Im Fernsehen war zu sehen, wie dichter, schwarzer Rauch über der Raffinerie aufstieg. Die Druckwelle sei noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren gewesen und habe in der Innenstadt von Coatzacoalcos Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen, sagte der Gouverneur von Veracruz im TV-Sender Televisa.

In Coatzacoalcos und angrenzenden Gemeinden sollten die Schulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Später twitterte der Gouverneur, der in Lateinamerika übliche Abendunterricht solle am Donnerstag stattfinden. Präsident Enrique Peña Nieto sagte den Arbeitern und Anwohnern der Raffinerie Unterstützung zu.