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Prince ist tot – Musik-Legende starb mit 57 Jahren

Prince gehörte zu den Superstars des Pop: Nun wurde der Musiker tot auf seinem Anwesen in Minnesota gefunden.

Foto: Dirk Waem / dpa

Minneapolis.  Der US-Musiker Prince ist tot. Der 57-Jährige sei am Donnerstagmorgen (Ortszeit) auf einem Anwesen im US-Bundesstaat Minnesota gestorben, sagte eine Sprecherin des Künstlers. Angaben zur Todesursache konnte sie zunächst nicht machen. Prince, der in seiner Musik Stile wie Funk, Soul, R’n’B, Rock, Pop, HipHop, Disco und Jazz verband, gilt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Mit Songs wie „Purple Rain“, „Sign o’ the Times“, „Kiss“ und „When Doves Cry“ feierte er Welterfolge.

CNN hatte zunächst berichtet, dass die Polizei „einen Tod“ auf dem Gelände des „Paisley Park“-Anwesens in einem Vorort von Minneapolis untersuche. Andere Medien meldeten später, der Musiker sei leblos in einem Aufzug gefunden worden und habe nicht wiederbelebt werden können. Die Todesumstände werden untersucht.

TMZ berichtete, der Künstler, dessen voller Name Prince Rogers Nelson war, habe am 15. April einen medizinischen Notfall erlitten. Deshalb habe sein Privatjet außerplanmäßig landen müssen. Allerdings sei Prince am kommenden Tag bei einem Konzert aufgetaucht und habe seinen Fans versichert, es gehe ihm gut.

„1999“ und „Purple Rain“ machten Prince populär

Seit Ende der 70er-Jahre hatte der exzentrische Musiker, der mehr als 20 Instrumente spielte, Alben veröffentlicht. Mit „1999“ (1982) und „Purple Rain“ (1984) wurde er populär – „Purple Rain“ verkaufte sich mehr als 13 Millionen Mal. Für die Filmmusik des gleichnamigen Films bekam Prince auch einen Oscar. Das 1987 erschienene Doppel-Album „Sign O’ the Times“ gilt für viele als das wichtigste Werk des Künstlers. Mehrfach überwarf sich Prince mit Plattenfirmen, schrieb sich im Ringen um Selbstständigkeit „Slave“ (Sklave) auf die Wange und änderte diverse Male seinen Künstlernamen. Berühmtestes Beipiel: TAFKAP – „The Artist formerly known as Prince“, der Künstler, den man früher als Prince nannte.

Prince , der auch für seinen großen Stimmenumfang berühmt war, war mit sieben Grammys ausgezeichnet und 2004 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen worden. Prince verkaufte weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger. (moi/mit dpa)