Ermittlungen

Einsperren der Tochter womöglich keine Straftat

Nach der Befreiung einer verwahrlosten und geistig behinderten jungen Frau aus einer Wohnung in Rosenheim hat die Staatsanwaltschaft vor voreiligen Schuldzuweisungen gewarnt. „Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist es noch nicht sicher, ob zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für strafbare Handlungen vorliegen“, sagte der Oberstaatsanwalt. Er verwies darauf, dass die Mutter die gerichtlich bestellte Betreuerin ihrer Tochter sei. Wie es zudem in Ermittlerkreisen hieß, ist die 26-Jährige an Autismus erkrankt und extrem aggressiv gegenüber Fremden. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum die Mutter sie nicht aus der Wohnung ließ.