Duisburg

Taucher suchen dritten Arbeiter nach Explosion auf Schiff

Die Suche geht weiter: Auch am Tag nach der Explosion auf einem Schiff im Duisburger Hafen wird noch ein Arbeiter vermisst.

Ein Polizeitaucher steigt in Duisburg ins Wasser des Hafenbeckens. Am Freitag setzten Helfer die Suche nach einem vermissten Arbeiter fort.

Ein Polizeitaucher steigt in Duisburg ins Wasser des Hafenbeckens. Am Freitag setzten Helfer die Suche nach einem vermissten Arbeiter fort.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Duisburg.  Im Duisburger Hafen haben Taucher am Freitag die Suche nach einem vermissten Arbeiter wieder aufgenommen. Er war in einer Werft auf dem Schiff beschäftigt, das am Donnerstag aus noch ungeklärten Gründen explodiert war. Die Leichen seiner beiden Kollegen wurden kurz nach dem Unglück an Land gefunden.

Die Suche nach dem Vermissten sei äußerst schwierig, sagte ein Polizeisprecher. In dem etwa vier Meter tiefen Hafenwasser sei kaum etwas zu sehen. Obwohl es so gut wie keine Strömung gebe, könne eine Leiche durch Schiffsbewegungen abtreiben. Hoffnung, dass der Mann das Unglück überlebt habe, gibt es nicht mehr.

Mehrere hundert Meter vom Explosionsort entfernt hatten Einsatzkräfte der Polizei zentnerschwere, deformierte Trümmerteile aus Stahl gefunden, die von Bord des Tankschiffes „Julius Rütgers“ weggesprengt worden waren. Sie waren dort auch auf die Leichen von zwei Mitarbeitern gestoßen, die bei dem Unglück am Donnerstagmorgen im Hafenbecken B auf dem Gelände der „Neuen Ruhrort Werft“ ums Leben gekommen waren. Nach Informationen der DerWesten.de handelt es sich bei den beiden Getöteten und dem Vermissten um Duisburger im Alter zwischen 44 und 58 Jahren.

Der Tanker „Julius Rütgers“ lag für eine Generalinspektion in einer Werft im Hafenbecken B. Gegen 8.40 Uhr kam es am Donnerstagmorgen zu einer Explosion in einem der Laderäume. Die Ursache ist bislang ungeklärt. Die Polizei geht von einer Gasexplosion aus. Der Treibstoff des Tankers soll aber nicht in die Luft geflogen sein. (dpa)