Interview

Kate Hudson: „Für meine Rollen war ich nie schüchtern“

Kate Hudson steht vor der Kamera, seit sie ein Teenager ist. Doch vor ihrem neuen Film „Rock The Kasbah“ war sie trotzdem etwas nervös.

In „Rock The Kasbah“ ist Kate Hudson aktuell im Kino zu sehen.

In „Rock The Kasbah“ ist Kate Hudson aktuell im Kino zu sehen.

Foto: 078024000873

Berlin.  Die Berufswahl „Hollywoodstar“ war für Kate Hudson(36) naheliegend: Ihre Mutter ist Goldie Hawn, ihr Stiefvater Kurt Russell. Eine „Tochter von ...“ ist sie aber längst nicht mehr. Eher die Königin der Romantikkomödien („Ein Schatz zum Verlieben“). Sie kann aber auch anders: In „Rock The Kasbah“ (aktuell im Kino) spielt sie eine Prostituiere, die in Afghanistan gestrandet ist. Und im Trickfilm „Kung Fu Panda 3“ spricht sie die Bärin Mei Mei. Mit der zweifachen Mutter Kate Hudson sprach Katharina Dockhorn.

Frage: Miss Hudson, wissen Sie, in welchem chinesischen Tierkreiszeichen Sie geboren sind?

Kate Hudson: Ich bin ein Schaf. Oder eine Ziege, so genau kenne ich mich nicht aus.

Frage: Interessieren Sie sich für die chinesische Mythologie?

Hudson: Ich bin ein großer Fan des Konzepts des Qi, der Lebensenergie, und der Fokussierung von Kräften in der Martial Art.

Frage: Sie reisen auch mit Kristallen, um Ihr Karma zu verbessern?

Hudson: Ich sammle Kristalle und glaube an ihre Energie. Deshalb finden sich in meinem Gepäck stets ein Rosenquarz, mehrere Türkise und andere Steine.

Frage: Dann traf die Anfrage, in „Kung Fu Panda 3“ zu sprechen, einen Nerv?

Hudson: Meine Kinder sind große Fans der Filme, deshalb war die Entscheidung innerhalb von Sekunden gefallen. Das Einsprechen braucht nicht viel Zeit und es macht Spaß.

Frage: Was mochten Sie an Mei Mei?

Hudson: Sie folgt ihren Neigungen gegen alle Widerstände und glaubt an sich. Sie lässt sich nicht unter Druck setzen, bestimmten Schönheits- und Verhaltensidealen zu folgen. Für meinen Geschmack ist ihr Selbstbewusstsein sogar ein wenig zu groß geraten. Sie vergisst, wie sie auf andere wirkt. Als Mutter würde ich da gegensteuern.

Frage: Gibt es einen Rat Ihrer Mutter, die Sie bei der Erziehung beherzigen?

Hudson: Wenn mein Vater und meine Mutter uns Kindern eines mitgegeben haben, was ich meinen Kindern vermitteln will, dann: Bleibt bei euch, verstellt und verbiegt euch nicht.

Frage: Ihre Kinder stehen im Moment im Zentrum Ihres Privatlebens?

Hudson: Privates möchte ich privat belassen. So verstehe ich meine Verantwortung als Mutter, die ihre Kids gegen die Öffentlichkeit schützt. Wenn es zu meinen Beziehungen Neuigkeiten gibt, werden sie es zeitnah erfahren. Das ist der gesündeste Weg für alle.

Frage: Was muss ein Mann mitbringen, um Ihnen zu gefallen?

Hudson: Ich mag Männer, die was im Kopf haben: intellektuelle, introvertierte Denker. Aber wenn der Funke überspringt und eine Verbindung entsteht, ist sie da. Das kann keiner voraussagen.

Frage: Und auch Ihr Freundeskreis stimmt?

Hudson: Gute Freunde erfreuen sich an der Andersartigkeit des anderen. Ich habe mir viele Freundschaften aus meiner Kinder- und Jugendzeit bewahrt. Wir motivieren uns gegenseitig, stehen uns bei und passen aufeinander auf. Wir helfen uns, unsere Stärken zu entdecken und auszubauen. Ich bedauere Menschen, die keine guten Freunde haben.

Frage: Und Ihre Freunde stört es nicht, Sie leicht bekleidet auf der Leinwand zu sehen wie in „Rock The Kasbah“?

Hudson: Natürlich nicht. Für meine Rollen war ich nie prüde oder schüchtern. Wenn ich Hotpants und ein knappes Shirt anziehen muss, weil es zur Figur passt, ist das für mich okay. Bei der Hitze während des Drehs in Marokko war ich oft froh, dass ich so wenig anhatte. Privat würde ich mich nie so kleiden. Ich ziehe mich immer so an, wie es zur Situation passt. Selbst als ich kurz vor der Entbindung stand, fühlte ich mich wohl in meiner Kleidung.

Frage: Wie sind Sie auf Ihren Filmpartner, Leinwandlegende Bill Murray, zugegangen?

Hudson: Ich war nervös wie ein Schulmädchen beim ersten Auftritt. Bill Murray stand ganz oben auf der Liste meiner Wunschpartner. Die Chemie stimmte schnell. Ich habe jede Sekunde mit ihm genossen.