Unglück

Zwei Tote bei Schiffsexplosion im Duisburger Hafen

In Duisburg sind bei einem Feuer in einer Schiffswerft offenbar zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz.

Feuerwehr und Polizei rückten zum Großeinsatz im Duisburger Stadtteil Meiderich aus. Dort gab es am Morgen eine Explosion auf einem Schiff.

Feuerwehr und Polizei rückten zum Großeinsatz im Duisburger Stadtteil Meiderich aus. Dort gab es am Morgen eine Explosion auf einem Schiff.

Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services

Duisburg.  Auf dem Gelände der Neuen Ruhrorter Schiffswerft ist aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer auf einem Schiff ausgebrochen. Nach ersten Angaben der Polizei sind zwei Menschen ums Leben gekommen, eine Person wird vermisst.

Bei den beiden Männern, die bei dem Vorfall ums Leben kamen, handelt es sich um Mitarbeiter der Werft, die für Arbeiten an Bord der „Julius Rütgers“ waren, so ein Polizeisprecher. Unter den Toten ist ein 46 Jahre alter Duisburger, über die Identitäten der beiden anderen Männer ist aktuell nichts bekannt.

Durch die Druckwelle der Explosion wurden die Körper mehrere hundert Meter durch die Luft geschleudert. Auch Anwohner berichten von einer gewaltigen Druckwelle, die die näherer Umgebung erschüttert hat.

Über Teilen des Duisburger Nordens und der Innenstadt war nach Brandausbruch eine tiefschwarze Rauchwolke zu sehen, die sich aber zwischenzeitlich wieder aufgelöst hat. Den eigentlichen Brand auf dem im Hafenbecken liegenden Schiff hat die Feuerwehr mittlerweile unter Kontrolle.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen sich insgesamt drei Menschen auf dem Schiff aufgehalten haben. Aktuell suchen rund 100 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr nach dem dritten Arbeiter, der noch vermisst wird. Die Polizei hat einen Hubschrauber im Einsatz, der diese Suche unterstützt. Notfallseelsorger betreuen Kollegen und Augenzeugen.

Offenbar Gas explodiert

Noch während der Vermisstensuche wurden die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Die Polizei ging davon aus, dass sich eine Gasexplosion ereignet hatte. Offenbar hatten sich Gasrückstände entzündet - ob durch Schweißarbeiten oder eine andere Zündquelle ist hingegen noch offen.

Es sieht derzeit so aus, als ob das Tankschiff, das Gasöl und Benzin laden kann, nicht die notwendige Gasfreiheitsbescheinigung hatte. „Das hat offenbar nicht funktioniert“, so der Polizeisprecher. Bevor ein Schiff in eine Werft kommt, müssen die Tanks leer und gelüftet sein - dafür wird eine Bescheinigung ausgestellt, die Voraussetzung ist, dass Werftarbeiten beginnen dürfen.