Pressefreiheit

Journalist in Saudi-Arabien zu fünf Jahren Haft verurteilt

Der saudi-arabische Journalist Alaa Brindschi.

Der saudi-arabische Journalist Alaa Brindschi.

Foto: privat / BGZ

In Saudi-Arabien ist ein Journalist zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Amnesty International kritisiert das Urteil scharf.

Dubai.  Der saudi-arabische Journalist Alaa Brindschi ist nach Angaben von Amnesty International in seinem Heimatland wegen Beleidigung des Königshauses und Aufwiegelung der Öffentlichkeit zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Richterspruch sei „ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht“, kritisierte die Menschenrechtsorganisation.

Außerdem zeige das Urteil, wie intolerant die saudischen Herrscher mit dem Recht auf friedliche Meinungsäußerung umgingen. Vertreter des saudi-arabischen Justizministeriums waren am Wochenende für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Brindschi soll Religionsfiguren lächerlich gemacht haben

Alaa Brindschi sei am Donnerstag auch zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 12.000 Euro und einer achtjährigen Reisesperre verurteilt worden, teilte Amnesty unter Berufung auf eine mit dem Fall vertraute Person mit. Auch sein Twitter-Account soll gelöscht werden. Brindschi sei für schuldig befunden worden, islamische Religionsfiguren lächerlich gemacht zu haben. Zudem habe er nach Auffassung der Richter Sicherheitskräften vorgeworfen, im Osten des Landes Demonstranten getötet zu haben.

Brindschi befindet sich nach Angaben von Amnesty International seit seiner Festnahme im Mai 2014 in Gewahrsam. Er habe für mehrere saudiarabische Zeitungen gearbeitet und auf Twitter geschrieben. (rtr)

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