Zeremonie

Papst wäscht am Gründonnerstag Flüchtlingen die Füße

Papst Franziskus will an Gründonnerstag eine traditionelle Fußwaschung durchführen – bei Asylbewerbern.

Papst Franziskus will an Gründonnerstag eine traditionelle Fußwaschung durchführen – bei Asylbewerbern.

Foto: Ettore Ferrari / dpa

Es ist eine Tradition, die sich einst nur an Priester richtete. Jetzt bekommen erstmals Asylbewerber vom Papst die Füße gewaschen.

Rom.  Papst Franziskus wird am kommenden Gründonnerstag zwölf jungen Flüchtlingen die Füße waschen. Das Kirchenoberhaupt werde in Castelnuovo di Porto vor den Toren Roms mit den Asylbewerbern zusammentreffen, die teilweise auch anderen Religionen angehörten, schrieb Kurienerzbischof Rino Fisichella am Dienstag in der Vatikan-Zeitung „L'Osservatore Romano“. Die Geste habe einen großen Symbolcharakter, so Fisichella: „Franziskus will uns damit sagen, dass wir in diesem historischen Moment unsere Aufmerksamkeit auf die Schwächsten richten müssen.“ Es sei wichtig, ihnen ihre Würde zurückzugeben.

Die traditionelle Zeremonie der Fußwaschung erinnert an die Demutsgeste Jesu beim letzten Abendmahl. Franziskus hatte nach seinem Amtsantritt vor vier Jahren mit der Tradition seiner Vorgänger gebrochen, die Fußwaschung nur bei Priestern vorzunehmen. Seither wusch er bereits Häftlingen, Kranken, Behinderten und jungen Gefangenen die Füße. Zuletzt hatte er per Dekret auch Frauen und Mädchen zu der symbolischen Handlung am Gründonnerstag zugelassen. Ob auch am Donnerstag eine Frau dabei sein wird, war noch unklar. (dpa)

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