Forschung

Wissenschaftler finden das Gen, das graue Haare macht

Eine kleine Veränderung im Gen IRF4 sorgt dafür, dass Haare ihre Farbe verlieren. Das haben Wissenschaftler in London herausgefunden.

Foto: imago stock&people / imago/Seeliger

London.  Forscher des University College in London haben das Gen ausfindig gemacht, das für graue Haare verantwortlich ist. Dazu untersuchten sie die DNA von mehr als 6000 Menschen. In einem Artikel im Wissenschaftsmagazin „Nature“ beschreiben die Wissenschaftler, wie eine kleine Veränderung des Gens IRF4 für graue Haare sorgt. Das Gen ist nicht nur für die Haarfarbe verantwortlich, sondern etwa auch für Locken oder Glatze sowie gemeinsam mit anderen Genen für die Hautfarbe eines Menschen.

In der Studie beschreibt das Forscher-Team, wie das IRF4-Gen die Produktion von Melanin reguliert. Je weniger Melanin ein Haar enthält, desto weniger Farbpigmente werden gebildet – das Haar sieht blass und grau aus.

Ergebnisse sind auch für die Forensik wichtig

Durch die Forschungsergebnisse erhoffen sich die Wissenschaftler nun, in den Prozess des Ergrauens eingreifen zu können, berichtet „Welt“ online. Es müsse nun erforscht werden, wie sich das Ergrauen verlangsamen oder aufhalten lasse, sagen demnach die Forscher.

Zudem seien die Ergebnisse auch für die Forensik interessant, heißt es in einem Bericht von sueddeutsche.de. Haarfarbe, Haarbeschaffenheit, Haarlosigkeit – das genetische Profil biete Ermittlern die Möglichkeit, Vorhersagen über das Aussehen eines Täters zu machen. (jkali)