Kriminalität

28-jährige US-Polizistin am ersten Arbeitstag erschossen

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Dirk Hautkapp
Die 28-jährige Ashley Guindon wurde an ihrem ersten Arbeitstag als Polizistin erschossen.

Die 28-jährige Ashley Guindon wurde an ihrem ersten Arbeitstag als Polizistin erschossen.

Foto: Prince William Co PD / REUTERS

Ashley Guindon hatte ihre Polizeiausbildung gerade beendet. Ihr erster Tag im Dienst endete für die junge Amerikanerin jedoch tödlich.

Washington.  Als die Leitung des Polizeipräsidiums in Prince William County vor den Toren Washingtons Ashley Guindon am Freitag offiziell den Amtseid ablegen ließ, schickte sie der jungen Frau eine Twitter-Meldung mit Foto: „Pass auf Dich auf!“ Keine 24 Stunden später war die 28-Jährige tot.

Erschossen an ihrem ersten Arbeitstag von einem offenbar eifersüchtigen Ehemann, der nach einem Streit mit seiner Frau die Nerven verlor. Der Mord hat in der amerikanischen Polizei-Landschaft Schockwellen ausgelöst. Chris Bonner, Guindons früherer Professor: „Sie war eine hervorragende Schülerin. Das ist der schlimmste Albtraum, den man sich als Polizist vorstellen kann.“

Die Tragödie geschah bei einem Einsatz, der am Anfang zunächst wie Routine aussah. Crystal Sheree Hamilton, eine 29-jährige Mutter aus Woodbridge, 50 Kilometer südlich der amerikanischen Hauptstadt, war am Samstagabend mit ihrem Mann Ronald zuhause in einen heftigen Streit geraten.

Polizistin starb im Krankenhaus

Der 32-Jährige, der als Stabsunteroffizier für das Verteidigungsministerium arbeitet, soll dabei zunächst körperliche Gewalt angewendet haben. Als sie die Polizei anrief und um Hilfe bat, rastete der Sohn eines pensionierten Polizei-Kommissars komplett aus und schoss. Crystal Sheree Hamilton überlebte die Attacke nicht. Der gemeinsame Sohn (11) flüchtete zu einem Nachbarn.

Ashley Guindon und ihre erfahrenen Kollegen, Jesse Hempen (31) und David McKeown (33), sind da schon auf dem Weg. Als sie am Haus der Hamiltons ankommen, die in einer gediegenen Gegend Virginias leben, eskaliert die Situation in Sekunden.

„Hamilton eröffnete das Feuer auf die Beamten“, sagte am Montag der zuständige Staatsanwalt Paul Ebert. Alle drei wurden verletzt, die Berufsanfängerin Guindon so schwer, dass sie nach dem Transport mit einem Rettungshubschrauber im Krankenhaus starb.

Hintergründe sind noch unklar

Was den Gewaltausbruch genau ausgelöst hat, ist noch unklar. Der Täter, der unverletzt blieb und im Gefängnis sitzt, soll extrem eifersüchtig gewesen sein. Seine Frau arbeitete in einer Einrichtung für Armee-Veteranen. Ankläger Ebert erwägt die Todesstrafe gegen ihn zu beantragen.

Für die Familie der Polizistin, die aus Springfield, im US-Bundesstaat Massachusetts stammt, ist es nicht die erste Tragödie. Ashleys Vater David setzte 2004, einen Tag nach seiner Rückkehr aus dem Irak-Krieg, seinem Leben ein Ende.

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