(KORR-Bericht) "Herzensangelegenheit" - Kirchen-Messe kämpft mit Akzeptanzproblemen Von Ulf Vogler, dpa (Foto - aktuell)

Wien. Die Oberstaatsanwaltschaft Wien beschäftigt sich erneut mit dem Tod des Österreichers Wolfgang Priklopil, dem Entführer von Natascha Kampusch. Laut „Spiegel Online“ hat der Bruder des damaligen Chefermittlers, Karl Kröll, Mordanzeige gegen Unbekannt erstattet. Er ist überzeugt, dass nicht ausreichend untersucht worden ist, ob Priklopil einen Komplizen gehabt haben könnte, der an seinem Tod Interesse hatte.

Es geht um jene sechs Stunden zwischen dem Auftauchen von Natascha Kampusch und Priklopils Tod. Bisher schenkte die Polizei Ernst H. Glauben, der behauptete, er habe sich als Freund mit dem Entführer getroffen und ihm zugehört. Priklopil habe ihm von der Entführung berichtet. Nach dieser Lebensbeichte habe Ernst H. seinen Freund gegen 20 Uhr in der Nordbahnstraße abgesetzt. Dort habe er sich vor den Zug geworfen.

Chefermittler Franz Kröll hat immer wieder gesagt, dass diese Theorie nicht stimmen müsse. Er starb 2010 ebenfalls unter mysteriösen Umständen, die auf Suizid hindeuten. Sein Bruder versucht deshalb seit Jahren, neue Ermittlungen in dem Fall anzustoßen. Dieses Mal offenbar mit Erfolg.

( sök )

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