Kathmandu –

Flugzeugabsturz in Nepal – 23 Tote

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Rätselhaftes Unglück geschah bei offenbar gutem Wetter im Gebirge

Kathmandu.  Wer die 8000er-Gipfel im Himalaja von oben sehen will und eine Besteigung scheut, hatte bisher immer eine Alternative: Den Rundflug um das Massiv. Doch in Nepal gelten die Sicherheitsvorkehrungen als schlecht. Jetzt ist wieder eine Propellermaschine Marke Twin Otter in Nepal in einen Wald gestürzt. An Bord waren nach Polizeiangaben 23 Passagiere, darunter zwei Kinder sowie Touristen aus China und Kuwait. Bisher wurden 15 verbrannte Leichen gefunden. Wegen Schneefalls musste die Suche unterbrochen werden.

Die Maschine der Fluggesellschaft Tara Air war am Morgen auf dem Weg vom Touristenzentrum Pokhara nach Jomsom verschwunden. Nach stundenlanger Suche wurde das ausgebrannte Wrack am Berg Soli Ghoptebhir gefunden, in der Nähe einer beliebten Wanderregion um den 8091 hohen Annapurna-Berg. Bewohner der Region hatten dort einen lauten Knall gehört und Feuer gesehen.

Tara Air hält daran fest, dass sowohl am Abflug- und am Zielflughafen das Wetter gut gewesen sei. Die Airline erklärte auf ihrer Homepage, sie sei extrem geschockt und helfe den Familienangehörigen der 20 Passagiere und drei Crew-Mitglieder von Flug TA 193. Tara Air ist nach eigenen Angaben die größte Fluggesellschaft in Nepal.

Laut der Fachzeitschrift „Aero Telegraph“ kommt es in Nepal immer wieder zu schlimmen Unfällen und Flugzeugabstürzen. Die Sicherheit des Landes gelte als miserabel, weil die Behörden nicht durchgreifen, und es an gut ausgebildetem Personal mangelt. In den letzten fünf Jahren kam es zu zehn Unfällen mit 77 Toten. Airlines aus dem Land stehen auf der Schwarzen Liste der EU-Flughäfen und dürfen in Europa nicht landen.

Zum Absturzort gebe es keine Straßen, deswegen seien Helikopter eingesetzt worden. Andere Hilfsmannschaften machten sich demnach zu Fuß auf den Weg. Nach Informationen der Onlineausgabe der nepalesischen Zeitung „Kathmandu Post“ hatte die Flugsicherung in Pokhara zuletzt Kontakt zu der weiß-grün-gelb-farbenen Maschine. Der Kapitän habe gesagt: „Auf Wiedersehen. Ghorepani normal.“ Zu diesem Zeitpunkt hätte die Flugsicherung in Jomsom übernehmen sollen. Doch diese erklärte laut „Kathmandu Post“, der Kapitän habe sie nie kontaktiert.

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