"eat! Berlin"

Bernhard Moser: "Mich nervt dieses arm und sexy in Berlin"

Alexandra Kilian
Festival-Leiter Bernhard Moser

Festival-Leiter Bernhard Moser

Foto: Ingo Gebhard

40 Köche an 21 Orten: Am 26. Februar beginnt das „eat! Berlin“. Fesitval-Leiter Bernhard Moser über Konkurrenz, Foodtrends und Berlin.

Alexandra Kilian ruft an. Heute: Sommelier und „eat! Berlin“-Leiter Bernhard Moser. Das Festival startet am Freitag.

Wo sind Sie gerade?

In meiner Weinschule.

Shirt – oder Krawatte?

Jackett, Hemd und Tuch.

Ihr letzter Restaurantbesuch?

„Frühsammers“, vor zehn Tagen.

Das „eat! Berlin“ ist vom Traveller's World Magazine unter die Top Ten der besten Feinschmeckerfestivals der Welt gewählt worden.

Ja, das ist unglaublich. Wenn man weiß, wie wir anfangs um jede Karte gekämpft haben, ist das ein wahnsinniges Erfolgserlebnis.

Ich kannte allerdings weder Liste noch Magazin zuvor.

Ich kannte es aus dem „Hotel de Rome“. Und es liegt aus, wenn man First oder Business-Class fliegt.

Elf Tage mit über 40 Köchen an 21 Orten: Wo lassen Sie sich den persönlichen Besuch nicht nehmen?

Ich bin bei allen dabei. Ich habe 20 Minuten pro Location. Das ist mein Ehrgeiz. Als Gast würde ich den Ball der Gastronomie machen.

Wie missgünstig beobachtet man Konkurrenzveranstaltungen wie die Food Week?

Gar nicht. Ich habe eher Angst vor negativen Festivalerfahrungen. Ich will einen Platz am gedeckten Tisch, kein Pulled Pork Sandwich im Stehen.

Ein Berliner Foodtrend, den Sie nicht nachvollziehen können?

Ich habe ein Problem mit Street Food. Dieses Aufblasen von Themen, ob Hotdogs oder Burger.

Das meistunterschätzte Restaurant der Stadt?

Das „Volt“ von und mit Matthias Gleiß.

Drei Adjektive, die Berlin beschreiben?

Mich nervt dieses cool, arm, sexy. Berlin, das sind auch gewachsenes Handwerk, Tradition und Luxus. Da hat Wowereit, so sehr ich ihn schätze, viel Schaden angerichtet.

Savigny- oder Potsdamer Platz?

Am Potsdamer Platz bin ich so gut wie nie. Der alte Westen entwickelt sich so unglaublich gut.

Was machen Sie jetzt?

Wir gehen jetzt in die Detailplanung.

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