Familienstreit

14-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Ein 14-Jähriger flieht nach einem Familienstreit in Hamburg mit dem Auto – 12 Polizeiwagen verfolgen ihn. Die Hintergründe sind unklar.

Ein 14-Jähriger überschlug sich mit dem Auto, als er der Polizei davonjagte. Er verletzte sich leicht.

Ein 14-Jähriger überschlug sich mit dem Auto, als er der Polizei davonjagte. Er verletzte sich leicht.

Foto: istock

Hamburg.  Nach einem Familienstreit und einer Messerstecherei in einer Wohnung in Hamburg-Harburg hat sich ein 14-Jähriger eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Jugendliche war in der Nacht zum Samstag in einem Auto geflohen, als die wegen des Streits alarmierten Beamten an der Wohnung eintrafen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Die Ermittler folgten dem Jugendlichen mit zwei Streifenwagen über die Autobahn A1 bis nach Niedersachsen.

Im Bereich der Autobahnabfahrt Dibbersen (Landkreis Harburg) verlor der 14-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen, das Fahrzeug überschlug sich, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Jugendliche verletzte sich bei dem Unfall leicht, wurde im Krankenhaus ambulant behandelt und danach auf ein Polizeikommissariat gebracht.

Polizei nahm drei weitere Männer fest

Vor seiner Flucht war es den Angaben zufolge in der Wohnung in Hamburg-Harburg zu einem Streit zwischen zwei Familien gekommen, der in einer Messerstecherei eskalierte. Dabei wurde ein 27-Jähriger am Rücken verletzt und ins Krankenhaus gebracht. In seiner Wohnung nahmen die Beamten drei weitere Männer im Alter von 27 bis 31 Jahren fest. Die übrigen Familienmitglieder seien unerkannt geflohen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass einer der drei Männer dem 27-Jährigen vermutlich die Stichverletzung zugefügt hatte, wie die Polizei mitteilte. Der ebenfalls 27-jährige Verdächtige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden, die beiden anderen Männer wurden wieder entlassen.

Inwiefern der 14-Jährige an dem Streit und der Messerstecherei beteiligt war, blieb zunächst unklar. Weitere Details über die Auseinandersetzung waren zunächst nicht bekannt. (dpa)

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