Monstersturm

Mindestens 28 Tote durch Zyklon „Winston“ auf Fidschi-Inseln

Der Zyklon „Winston“ hat auf den Fidschi-Inseln eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Laut Berichten starben mindestens 28 Menschen.

Auch im Ort Ba auf Fidschi zerstörte der Zyklon Winston viele Häuser.

Auch im Ort Ba auf Fidschi zerstörte der Zyklon Winston viele Häuser.

Foto: Naziah Ali / Handout / dpa

Suva.  Auf den Fidschi-Inseln sind durch den mächtigen Zyklon „Winston“ mindestens 28 Menschen am Wochenende umgekommen, einer werde vermisst, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz am Dienstag. Mindestens 83 Menschen seien verletzt worden und mehr als 13.000 Menschen seien aus ihren Häusern geflüchtet.

In letzter Minute hatte „Winston“ die Richtung geändert und die Hauptstadt Suva nicht mit voller Wucht getroffen. Sämtliche Häuser im Dorf Kade auf der Insel Koro seien allerdings zerstört worden, zitierte das Nachrichtenportal den Direktor des Katastrophenschutzes, einschließlich der Kirche und der Schule. Am Sonntag war das Ausmaß der Zerstörung noch gar nicht ganz zu erfassen.

Die meisten Menschen hatten sich vor dem herannahenden Zyklon in den rund 760 Notunterkünften in Sicherheit gebracht. Alle Touristen seien in Sicherheit, teilte Tourismusminister Faiyaz Siddiq Koya mit. Die meisten Hotelanlagen hätten keine strukturellen Schäden erlitten. Der internationale Flughafen von Nadi wurde am Montag wieder geöffnet. Im Jahr kommen rund 750.000 Besucher auf die Fidschi-Inseln, die meisten aus Australien und Neuseeland.. Fast im gesamten Inselstaat waren die Strom-, Wasser- und Telefonverbindungen zusammengebrochen. Dächer waren abgedeckt, Autos lagen wie Spielzeug verstreut. Die Regierung verhängte für 30 Tage einen landesweiten Ausnahmezustand. Schulen blieben für mindestens eine Woche geschlossen. Springfluten und Schlammlawinen wurden befürchtet.

Der Zyklon der höchsten Kategorie 5 war in der Nacht zu Sonntag mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern in der Stunde über den Inselstaat im Südpazifik gezogen. Die Regierung erklärte das ganze Land mit mehr als 300 Inseln zum Katastrophengebiet und verhängte eine totale Ausgangssperre. Sie soll erst am Montag aufgehoben werden. Nirgendwo gab es Strom. Es war der schwerste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde und einer der schwersten der südlichen Hemisphäre. Das Militär aktivierte alle Soldaten für Hilfseinsätze.

Die Fidschi-Inseln mit ihren fast 900.000 Einwohnern sind ein beliebtes Urlaubsziel vor allem bei Australiern. Zu dem Archipel gehören rund 300 Inseln, sie sind zum Teil weit abgelegen. (dpa)

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