Trauerfall

Renato Bialetti stilecht beerdigt – in einer Kaffeekanne

Er machte die Bialetti-Kanne berühmt, nun ließ er sich stilecht beerdigen: Renato Bialetti fand die letzte Ruhe in einer Kaffeekanne.

Die Bialetti-Kaffeekanne ist ein italienischer Verkaufsschlager. Der Mann, der sie dazu machte, ist jetzt verstorben.

Die Bialetti-Kaffeekanne ist ein italienischer Verkaufsschlager. Der Mann, der sie dazu machte, ist jetzt verstorben.

Foto: imago stock&people / imago/Manfred Segerer

Berlin.  Eigentlich hätte man sich wundern müssen, wenn es anders gewesen wäre: Renato Bialetti, der das gleichnamige Unternehmen um die beliebte „Moka“-Espressokanne berühmt gemacht hatte, ist im Alter von 93 Jahren in Ascona im Tessin gestorben und ließ sich jetzt beisetzen – natürlich in einer Kaffeekanne.

Seine Kinder Alessandra, Antonello und Alfonso hatten sich dazu entschieden, die Asche ihres Vaters derart stilecht unterzubringen. Kein Wunder, dass die Bilder der Trauerfeier im norditalienischen Casale Corte Cerro nahe des Lago Maggiore im Netz schnell die Runde machten.

Renato Bialetti hatte das Familien-Unternehmen 1946 von seinem Vater übernommen, der Anfang der 1930er Jahre die berühmte, achteckige Kanne erfunden hatte. Renato hatte die „Moka Express“ weltweit vermarktet, nachdem Vater Alfonso sich nur auf den regionalen Markt konzentriert hatte. Erst meldete Renato ein Patent an, später wurde er auch Werbegesicht seiner Firma. Mit großem Erfolg: Über 300 Millionen Kannen wurden verkauft. 1993 schließlich verkaufte Bialetti seine Firma, die seit 2007 auch an der Börse ist. (ba)