Ravensburg –

Gericht entscheidet: Bier darf nicht „bekömmlich“ sein

Ravensburg.  Darf man Bier als „bekömmlich“ bewerben? Nein, hat das Landgericht Ravensburg in Baden-Württemberg am Dienstag entschieden. Es war bereits das zweite Urteil im Rechtsstreit zwischen der Brauerei Härle aus Leutkirch im Allgäu und einem Wettbewerbsverband. Das Wort „bekömmlich“ sei eine gesundheitsbezogene Angabe, begründete der Vorsitzende Richter in Ravensburg die Entscheidung. Solche Angaben seien nach einer EU-Verordnung von 2006 für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent verboten. Der Bierhersteller will trotzdem weiterkämpfen und Berufung einlegen. Damit dürfte der Streit nun vor dem Oberlandesgericht Stuttgart landen.