Cyber-Bullying

13-Jähriger bewegt das Netz mit Anti-Mobbing-Video

Der 13-jährige Luke Culhane hat ein Video gedreht, das gerade Tausende Menschen bewegt. Seine klare Botschaft: Stoppt Internet-Mobbing.

Luke Culhane (Foto) hat ein Video zum Thema Cyber-Bullying gedreht. Im Laufe des Kurzfilms verwandeln sich verbale Angriffe in körperliche.

Luke Culhane (Foto) hat ein Video zum Thema Cyber-Bullying gedreht. Im Laufe des Kurzfilms verwandeln sich verbale Angriffe in körperliche.

Foto: Screenshot YouTube

Berlin.  Luke Culhane geht einfach nur spazieren. Ein Teenager, der mit seinem Notebook und seinem Handy herumläuft, unbeschwert. Bis sein Smartphone piept und die Nachricht zu lesen ist: „Du bist hässlich.“ Vorbei mit der Unbeschwertheit, auf einmal blutet es Luke aus der Nase.

So startet Lukes neuestes Youtube-Video, das im Internet gerade weite Kreise zieht und gefeiert wird. „Create No Hate“ („Kreiert keinen Hass“) hat der 13-Jährige den Kurzfilm betitelt, für den er eigens über 40 Stunden gedreht, geschnitten, editiert hat. All das für seine klare Botschaft: Stoppt Internet-Mobbing! Online ging sein Statement am 9. Februar, dem „Safer Internet Day“.

Produzent war selbst Mobbing-Opfer

Am Ende der ersten eineinhalb Minuten ist Luke nicht mehr wiederzuerkennen. Zur blutenden Nase sind noch ein blaues Auge und ein Gipsarm dazugekommen. Jeweils waren üble Nachrichten auf dem Smartphone oder dem Laptop der Auslöser – „Du bist schwul“, „Du bist ekelhaft und niemand mag dich.“ Was Luke damit sagen will und was er auch im Video als geschriebene Botschaft unterbringt: „Cyber-Bullying affects real lives“ – Internet-Mobbing hat auch Auswirkungen im echten Leben.

Was das heißt, hat Luke selbst erlebt. Dem Portal „ilovelimerick.ie“ sagte der Junge aus der irischen Stadt Limerick, er sei selbst Opfer von Internet-Mobbing geworden. „Ich weiß aus erster Hand, was das für Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von jungen Menschen haben kann.“ Und schließlich sei jeder Teenager schon mal mit Mobbing im Internet in Berührung gekommen.

Zum Abschluss des Videos richtet sich Luke mit einer bewegenden Ansprache an sein Publikum. Er rät Opfern, die Täter im Internet zu blockieren, und sich ihren Eltern oder Lehrer anzuvertrauen. Denn für ihn ist klar: „Niemand hat das verdient.“