Berlinale

George Clooney lobt Kanzlerin Merkel für Flüchtlingspolitik

George Clooney äußert sich immer wieder zu politischen Themen. Am Freitag möchte er Angela Merkel treffen – und über ein Thema reden.

George Clooney auf der Pressekonferenz zu „Hail, Caesar!“ in Berlin.

George Clooney auf der Pressekonferenz zu „Hail, Caesar!“ in Berlin.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Berlin.  Hollywoodstar George Clooney (54) will sich nach eigenen Angaben am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Er wolle mit ihr auch über Flüchtlinge sprechen, sagte der Schauspieler am Donnerstag bei der Eröffnung der Berlinale. Er wolle schauen, „was wir tun können“. Die USA müssten sich mehr engagieren, forderte er. Bei dem Festival ist Clooney als einer der Stars des Eröffnungsfilms „Hail, Caesar!“ zu Gast.

Clooney lobte Merkels Flüchtlingspolitik: „Ich bin absolut einverstanden damit“, sagte er am Donnerstagabend auf dem roten Teppich. Merkel müsse eine Menge Probleme bewältigen: Es gebe in Deutschland eine Million Flüchtlinge, das sei eine große Aufgabe, sagte der Hollywoodstar.

Derzeit laufe vieles in der Welt falsch, sagte Clooney. „Ich will auch schon seit längerem einen Film über den Sudan machen.“ Er habe aber noch nicht den richtigen Weg gefunden. „Ich will nicht etwas Schlechtes machen.“

Clooney engagiert sich seit Jahren für gute Zwecke

Clooney sieht in der Flüchtlingskrise allerdings nicht unbedingt ein Thema für Hollywood. „Wir können immer nur reagieren“, sagte er. Daher dauere es immer ein paar Jahre, bis aktuelle Themen es auf die Kinoleinwände schafften. „Das (die Flüchtlingskrise) ist eine Geschichte, die jetzt am besten in den Nachrichtenmedien erzählt wird.“ Allerdings werde sie gerade in den USA nicht ausreichend erzählt.

Clooney engagiert sich seit Jahren für gute Zwecke und wurde schon mehrfach für sein soziales und humanitäres Engagement ausgezeichnet.

Im Film „Hail, Caesar!“ von Joel und Ethan Coen spielt Clooney einen Hollywoodstar der 1950er Jahre, der einen Sandalenfilm dreht – dann aber entführt wird und plötzlich mit kommunistischen Ideen sympathisiert.

„Hail, Caesar!“ läuft beim Festival außer Konkurrenz. Neben Clooney spielen Josh Brolin, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton und Channing Tatum mit. Der Film kommt nächsten Donnerstag in die deutschen Kinos. (dpa)