Städte-Ranking

Neue Umfrage: Hamburg ist als Wohnort attrajktiver als Berlin

Hamburg hängt die Hauptstadt Berlin ab – jedenfalls wenn es um die Attraktivität als Wohnort geht. Das zeigt jetzt eine neue Umfrage.

Ein Spaziergang entlang der Nordelbe vor der Kulisse der neuen Elbphilharmonie gehört zu den angenehmen Seiten, die Hamburg für die Einwohner angenehm macht.

Ein Spaziergang entlang der Nordelbe vor der Kulisse der neuen Elbphilharmonie gehört zu den angenehmen Seiten, die Hamburg für die Einwohner angenehm macht.

Foto: Lukas Schulze / dpa

Berlin.  Feiern in Berlin, Wohnen lieber anderswo: Hamburg ist unter Deutschlands größten Städten einer Umfrage zufolge als Wohnort am attraktivsten. Fast jeder Sechste würde gerne in der Hansestadt leben, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab.

Zur Auswahl standen die 14 deutschen Städte mit mehr als einer halben Million Einwohner. Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala landete München (15 Prozent). Elf Prozent nannten die Hauptstadt als attraktiven Wohnort (Platz drei) – zugleich gaben 15 Prozent in einer weiteren Frage an, am wenigsten gern in Berlin leben zu wollen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Köln (6 Prozent), Dresden (4) und Düsseldorf 3). Die beiden Ruhrgebietsstädte Dortmund und Essen liegen mit jeweils einem Prozent am Ende der Liste. Bemerkenswert: Mehr als jeder Vierte möchte in keiner der zur Wahl stehenden Großstädte leben.

Die Silvesternacht schadet Ansehen Kölns

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Altersklassen: So ist zum Beispiel Köln bei den 17- bis 24-Jährigen besonders beliebt (14 Prozent), Dresden dafür unbeliebter (2 Prozent). Und der Abstand zwischen dem zweiten (München mit 17 Prozent) und dem dritten Platz (Berlin mit 9 Prozent) ist bei den über 55-Jährigen deutlich größer als im Rest der Bevölkerung.

Interessanterweise wird Köln – wohl auch aufgrund der Silvesternacht – auch bei der Frage nach der unattraktivsten Stadt insbesondere von Jüngeren häufiger genannt als vor knapp drei Jahren: Neun Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 6 Prozent aller Befragten sagen, dass sie von den 14 Städten am wenigsten gerne in Köln leben würden, 2013 waren es 4 bzw. 3 Prozent.

Eine fast ebenso große Veränderung verzeichnet allerdings Dresden, „Heimatstadt“ von Pegida. Während 2013 nur 6 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 5 Prozent aller Befragten Dresden als unattraktivste Stadt angaben, sind es heute 12 bzw. 9 Prozent. (dpa)