Tainan –

Nach Beben in Taiwan – 26 Tote und noch 120 Vermisste

Tainan.  Nach dem Erdbeben im Süden Taiwans haben die Rettungskräfte weiter nach rund 120 Vermissten in den Trümmern gesucht. Die Zahl der Toten in der Metropole Tainan stieg am Sonntag auf 26, wie das Katastrophenzentrum mitteilte. Sehr wahrscheinlich werden noch weitere Leichen gefunden werden. Rund 500 Menschen wurden verletzt, davon waren 100 noch in Krankenhäusern. Die Suche nach den Verschütteten dauerte auch über Nacht an. Rund 100 Menschen wurden allein in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses vermisst, das komplett umgestürzt war.

Die Behörden haben den Verdacht, dass Pfusch am Bau die Ursache dafür gewesen sein könnte, dass das Haus dem Beben der Stärke 6,4 am Samstagmorgen um 3.57 Uhr Ortszeit nicht standhalten konnte. Vor dem Weiguan-Jinlong-Wohnkomplex versammelten sich verzweifelte Angehörige. Am Sonntagmorgen holten die Bergungskräfte drei weitere Bewohner aus den Trümmern, darunter einen kleinen Jungen und seinen Vater, wie die Nachrichtenagentur CNA berichtete. Bis Sonntagnachmittag waren in dem Haus aber allein 22 Tote gefunden worden.

Die meisten Verschütteten wurden in den zerstörten unteren Stockwerken vermutet, zu denen sich die Rettungskräfte nur schwer Zugang verschaffen konnten.

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