Philadelphia –

Antrag abgelehnt - Verfahren gegen Cosby geht weiter

Philadelphia. Es wird immer wahrscheinlicher, dass Fernsehstar Bill Cosby (78) wegen sexuellen Missbrauchs strafrechtlich belangt wird. Richter Steven O’Neill im US-Staat Pennsylvania hat einen Antrag von Cosbys Anwälten abgelehnt, die Vorwürfe gegen den Entertainer fallen zu lassen.

Dabei geht es um den Fall Andrea Constand aus dem Jahre 2004. Cosby hatte die Universitätsangestellte in seinem Haus bei Philadelphia unter Drogen gesetzt und mit ihr Sex gehabt. Der Schauspieler hat seinerzeit in einem lange geheim gehaltenen Zivilklageverfahren die Vorwürfe unter Eid bestätigt. Unter zwei Konditionen: a) das Constand, die ein Schmerzensgeld in unbekannter Höhe bekam, schweigt, b) dass die Justiz niemals gegen ihn in der Causa Anklage erheben wird. Der erste Teil ist hinfällig, seit der „Deal“ mit Constand im Laufe der vergangenen Monate in allen Details öffentlich wurde. Den zweiten Aspekt hat Richter O’Neill ebenfalls für nichtig erklärt. Die unbefristete Immunität sei gegenstandslos. Sollte Cosby, der bisher unverändert alle Vorwürfe von sich weist und von einvernehmlichem Sex spricht, verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Am 8. März muss die Anklage in einer ersten Anhörung Beweise vorlegen. Dann wird über einen Prozess entschieden.

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