Verbrechen

Missbrauchsfall in Kiel – Mutter warnte Behörden vor Sohn

Im Januar soll ein Mann zwei kleine Mädchen in Kiel sexuell missbraucht haben. Die Mutter des Verdächtigen macht den Behörden Vorwürfe.

Auf diesem Schulhof soll der Verdächtige das Mädchen angesprochen haben, bevor er es später sexuell missbrauchte.

Auf diesem Schulhof soll der Verdächtige das Mädchen angesprochen haben, bevor er es später sexuell missbrauchte.

Foto: Lukas Schulze / dpa

Kiel.  Nach dem Fall des schweren sexuellen Missbrauch einer Siebenjährigen in Kiel hat die Mutter des Tatverdächtigen Vorwürfe gegen die Behörden erhoben. „Ich habe überall um Hilfe gebeten“, sagte die 50-Jährige den „Kieler Nachrichten“. Man habe sie aber mit ihren Ängsten allein gelassen. Ihr 30 Jahre alter Sohn habe selbst zwei Kinder. Er habe die Trennung von seiner Frau nicht verkraftet.

Der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler bestätigte am Donnerstag, dass sich die Frau am 18. Januar hilfesuchend an die Polizei gewendet habe. Sie habe zu einer möglichen Gefährdung jedoch keine Angaben gemacht. „Die Polizei hat richtig reagiert“, sagte Bieler.

Der 30-Jährige sitzt seit Dienstag wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. (dpa)