Köln –

E-Zigarette explodiert im Mund eines 20-jährigen Kölners

Mann verliert Zähne – Bezirksregierung verbietet Ladeakkus

Köln. Ein 20-jähriger Kölner ist bei der Explosion seiner E-Zigarette schwer verletzt worden. Das Opfer habe schwere Schnitt- und Brandwunden im Gesicht erlitten sowie mehrere Zähne durch die Detonation verloren. Laut Polizei geschah der Unfall bereits am Sonnabend. Zuvor habe der Mann Ersatzteile für seine E-Zigarette in einem Geschäft in Köln erstanden, darunter einen neuen Akku. Beim Ziehen am neu zusammengestellten Gerät sei dieses sofort explodiert. Die Polizei ermittelt.

Die Bezirksregierung in Köln hat inzwischen den Verkauf verschiedener Akkus eines Herstellers einstweilig verboten. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Verbraucher, sagte ein Behördensprecher. Es werde nun geprüft, ob die Explosion durch den Akku selbst oder durch die Verbindung mit der E-Zigarette verursacht worden sei.

Fälle explodierender E-Zigaretten waren bereits in den USA bekannt geworden. Ähnliche Verletzungen hatte vor vier Jahren ein Mann in Florida erlitten. Damals hatte der Akku die Explosion verursacht, die auch noch das Haus des Opfers in Brand setzte.

Grundsätzlich seien die Geräte sicherer geworden, und es gebe trotz inzwischen drei Millionen Nutzern in Deutschland kaum Zwischenfälle, sagte ein Sprecher des Verbandes des E-Zigarettenhandels. „Es deutet einiges darauf hin“, so der Sprecher weiter, „dass dort Komponenten verwendet wurden, die nichts miteinander zu tun haben.“ Bei Eigenkonstruktionen sei es schon in der Vergangenheit zu Unfällen gekommen.

Die E-Zigaretten seien einem erheblichen technischen Wandel unterworfen, erklärte Hans Holy vom Interessenverband E-Dampfen. „Früher funktionierten sie mit hohem elektrischen Widerstand, heute mit niedrigem.“ Möglicherweise habe der neue Akku nicht zu dem Altgerät gepasst. Holy begrüßte das von der Bezirksregierung erlassene einstweilige Verkaufsverbot. „Das muss jetzt geklärt werden.“

Laut Informationen der US-Feuerwehr passieren rund 80 Prozent der Explosionen von E-Zigaretten während des Ladevorgangs. Den Ergebnissen zufolge sind die Modelle sicherer, bei denen der Akku losgelöst vom Restgerät aufgeladen wird.

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