Terror-Verdacht

Kölner Polizei verrät, warum Verdächtiger Chemikalien kaufte

Nach dem Kauf von Chemikalien stand ein Mann unter Terrorverdacht. Der Verdacht ist ausgeräumt, festgenommen wurde der Mann trotzdem.

In diesem Baumarkt im nordrhein-westfälischen Pulheim war der Verdächtige aufgefallen.

In diesem Baumarkt im nordrhein-westfälischen Pulheim war der Verdächtige aufgefallen.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Köln.  Weil ein 44-jähriger Mann in einem Baumarkt in Pulheim bei Köln große Mengen an Chemikalien gekauft hatte, geriet er unter Terrorverdacht. Die Substanzen waren nach Meinung von Beobachtern dazu geeignet, in Verbindung mit anderen Stoffen Sprengsätze zu bauen. Doch nun sagte eine Polizeisprecherin, dass sich dieser Verdacht nicht erhärtet habe.

Der 44-Jährige hatte sich nach einer kurzzeitigen Fahndung selbst bei der Polizei gemeldet. Doch obwohl der Terrorverdacht ausgeräumt ist, bleibt der Mann weiter in Gewahrsam. Möglicherweise habe der Mann aus den Substanzen Drogen herstellen wollen, sagte die Polizeisprecherin, das habe er zuletzt jedenfalls eingeräumt. Mehrere Medien hatten darüber berichtet, dass der Verdächtige Ammoniumnitrat gekauft habe. Dieses Mittel wird unter anderem zur Herstellung der Droge „Crystal Meth“ verwendet.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien auch Drogen gefunden worden. Die Ermittlungen dazu dauerten noch an. Der Mann befinde sich deshalb auch noch weiter im Polizeipräsidium. „Aus den Ermittlungen zu seiner Person und seinem Lebensumfeld lassen sich keine Anhaltspunkte dafür ableiten, dass er die Chemikalien zu anderen Zwecken erworben hat“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Sie hatte zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. (ac/dpa)

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