Rettungsaktion

Mann bricht mit Säugling in Teich ein – Kripo ermittelt

Ein Mann mit Säugling wird aus einem vereisten Teich gerettet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob er versucht hat, das Kind zu töten.

Taucher suchen nach der Rettung eines Mannes und eines Säuglings in einem vereisten Teich in Hamburg nach weiteren Personen.

Taucher suchen nach der Rettung eines Mannes und eines Säuglings in einem vereisten Teich in Hamburg nach weiteren Personen.

Foto: Sebastian Peters / dpa

Hamburg.  Feuerwehr und Polizei haben in Hamburg einen Mann mit einem drei Monate alten Säugling aus einem vereisten Teich gerettet. Der Mann war am Montag gegen 22.40 Uhr auf dem Gewässer in einem Park im Hamburger Stadtteil Eißendorf eingebrochen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Feuerwehrleute retteten den Mann und bemerkten dann, dass er unter Wasser ein Baby in seinem Arm hielt. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Wiederbelebung des leblosen Säuglings und konnten das drei Monate alte Mädchen retten. Es wurde ins Krankenhaus gebracht und schwebt in Lebensgefahr.

Auch der Mann kam mit einer starken Unterkühlung ins Krankenhaus. Sicherheitshalber suchten die Taucher den See nach weiteren Personen ab, fanden jedoch nichts.

Mann hatte Stichverletzungen

Die Hintergründe des Vorfalls sind höchst rätselhaft. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ habe der Mann im Krankenhaus angegeben, er sei überfallen worden und vor Tätern aufs Eis geflüchtet. Die Ärzte entdeckten bei dem Mann Stichverletzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt der Polizei zufolge jedoch, ob er versucht hatte, das Kind zu töten.

Passanten hatten den um Hilfe rufenden Mann im Wasser entdeckt und die Polizei alarmiert, teilte die Feuerwehr am Dienstag mit. (dpa/zv)