Hamburg –

Jugend-Fußballspiel in Hamburg endet in Prügelei

Hamburg.  Unsportlicher geht es nicht. Ein Hallenfußballspiel zweier Jugendmannschaften im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg endete nach einem Schiedsrichterspruch im Chaos. Es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den Kindern, dann mischten sich Erwachsene ein. Zwei Kinder und zwei Erwachsene wurden leicht verletzt.

Der Streit ereignete sich bei dem Match der E-Jugend-Mannschaften FC Bergedorf 85 gegen den kurdischen Verein FC Bingöl. Auslöser war eine strittige Schiedsrichterentscheidung. Zunächst kam es zu „verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern“, sagte eine Polizeisprecherin. Daraufhin seien Eltern und Betreuer auf das Spielfeld gelaufen und hätten sich in die Auseinandersetzung eingemischt. Auch gegenüber Kindern sollen einige Erwachsene handgreiflich geworden sein. So soll der 43 Jahre alte Vater eines Spielers von Bergedorf 85 zwei Kinder der gegnerischen Mannschaft im Alter von acht und zehn Jahren geschlagen und leicht verletzt haben. Auch zwei Männer im Alter von 26 und 44 Jahren erlitten leichte Blessuren.

Gegen den Spielervater, aber auch gegen zwei Trainer wird nun ermittelt. Die beteiligten Erwachsenen beschuldigen sich gegenseitig, mit den Handgreiflichkeiten angefangen zu haben. Steven Rieck, Trainer der Bergedorfer Jugendmannschaft, wies zurück, sich gewaltsam an dem Streit beteiligt zu haben. Im Gegenteil: „Wir wollten schlichten und haben Zivilcourage bewiesen.“

Einen Grund für die Eskalation sieht er in der engen Halle, in der sich 250 Menschen drängten. Mit der Auseinandersetzung soll sich auch der Jugendrechtsausschuss des Hamburger Fußball-Verbands befassen. „Das wird personelle Konsequenzen geben“, sagte Sprecher Carsten Byernetzki dieser Zeitung. Der Ausschuss ist das Jugendsportgericht des Verbands und kann auch Strafen für Vereine aussprechen. Das Spiel wurde abgebrochen und soll am 24. Januar nachgeholt werden.

( BM )

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