Schwerin –

Mitgründer von Jugendhilfe-Verein gesteht Missbrauch

Schwerin. Ein Gründungsmitglied eines Jugendhilfevereins aus Schwerin hat vor Gericht den ihm zur Last gelegten dutzendfachen sexuellen Missbrauch gestanden. Sein Mandant räume alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ein, sagte der Verteidiger des 41-Jährigen zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Schwerin.

Dem Mitgründer des Kinder- und Jugendvereins wird 62-facher, teils schwerer Missbrauch vorgeworfen. In zehn Fällen soll der Mann seine Opfer vergewaltigt haben. Das jüngste Opfer war erst sieben Jahre alt. Der Angeklagte soll das sich wehrende Kind in einem Wohnwagen, der in einer leer stehenden Kaufhalle des Plattenbauviertels abgestellt war, vergewaltigt haben.

Der Mann war bis zu seiner Verhaftung im August 2015 Leiter einer Tanzgruppe im Verein Power for Kids in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Proben und Auftritte soll er für den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt haben. Rechtsanwältin Christine Habetha, die einige der Opfer vertritt, sagte, sie gehe von weiteren Fällen und Opfern aus. Habetha erhob auch Vorwürfe gegen das Schweriner Jugendamt. Einem im Januar 2015 eingegangenen anonymen Hinweis auf sexuelle Übergriffe in dem Verein seien die Mitarbeiter nicht nachgegangen, sagte sie.

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