Tschutschuk-Wurst

Beleidigung des Nationalgerichts: Kirgistan weist Briten aus

Ein Brite verglich das kirgisische Nationalgericht mit einem Pferdepenis. Er flog aus dem Land und meldet sich wieder zu Wort.

Pferde in Kirgistan, etwa 130 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bischek: Pferdewurst gilt in der ehemaligen Sowjetrepublik als Delikatesse.

Pferde in Kirgistan, etwa 130 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bischek: Pferdewurst gilt in der ehemaligen Sowjetrepublik als Delikatesse.

Foto: © Reuters Photographer / Reuter

Bischkek.  Die Ex-Sowjetrepublik Kirgistan hat einen Briten ausgewiesen, weil er sich über das Nationalgericht Tschutschuk lustig gemacht hat – eine Wurst aus Pferdefleisch. Der 39 Jahre alte Mitarbeiter einer einheimischen Goldmine musste das zentralasiatische Land am Dienstag verlassen, wie russische Medien aus Bischkek berichteten. Tschutschuk sei ein Pferdepenis, hatte der Brite auf Facebook geschrieben.

Darüber beschwerten sich die einheimischen Mitarbeiter der Goldmine Kumtor im Südosten des Landes und gingen sogar in Streik. Die Polizei nahm den Mann am Sonntag fest. Der Geheimdienst warf ihm vor, „die nationale Ehre des kirgisischen Volkes verletzt“ zu haben. Zwar entschuldigte sich der Brite öffentlich auf Facebook, er habe niemanden beleidigen wollen. „Ich würde hier die Chance ergreifen und mich aufrichtig für meinen Kommentar entschuldigen“, schreibt der 39-Jährige auf seiner Facebook-Seite.

Ein Gericht verurteilte ihn trotzdem zur Abschiebung aus Kirgistan. (dpa/les)

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