Menschenrechte

Künstler Ai Weiwei plant Flüchtlingsmonument auf Lesbos

Tausende Flüchtlinge kamen auf Lesbos an. Doch viele ertranken dabei. Der Menschenrechtler Ai Weiwei will mit Kunst daran erinnern.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei plant, auf der griechischen Insel Lesbos ein Flüchtlingsmonument zu errichten.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei plant, auf der griechischen Insel Lesbos ein Flüchtlingsmonument zu errichten.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Athen/Lesbos.  Der chinesische Bildhauer und Menschenrechtler Ai Weiwei plant, auf der griechischen Insel Lesbos ein Monument zur Erinnerung an die in der Ägäis umgekommenen Flüchtlinge zu errichten. Dies teilte am Donnerstag der Bürgermeister des Hauptortes der Insel, Spyros Galinos, mit. Der Bürgermeister sagte, das Monument werde „weltweit die Botschaft des Beistands und der Hilfe verbreiten“, die seine Mitbürger tagtäglich an den Stränden der Insel für ihre flüchtenden Mitmenschen leisteten.

Wie die staatliche griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA am Donnerstag weiter berichtete, hätten Ai Weiwei und der Bürgermeister von Lesbos bereits mehrere mögliche Stellen besichtigt. Als wahrscheinlichster Standort gilt nach Medienberichten der Ort Kratígos. Er liegt südlich des Flughafens von Lesbos an einem Küstenabschnitt, wo in den vergangenen Monaten Tausende Migranten angekommen sind.

Welche Form das Monument haben wird, wurde zunächst nicht bekannt. 2015 sind nach offiziellen Angaben mehr als 850.000 Migranten und Flüchtlinge über die Ägäis nach Europa gekommen. Mindestens 500 Menschen sind dabei ertrunken. Dutzende werden vermisst. (dpa)