Vermisstenfall

Flucht gescheitert: Polizisten schneller als 106-Jährige

Eine 106-Jährige wollte sich in Bayern nicht unterstützen lassen und mit dem Rollator entkommen. (Symbolfoto)

Eine 106-Jährige wollte sich in Bayern nicht unterstützen lassen und mit dem Rollator entkommen. (Symbolfoto)

Foto: imago stock&people / imago/JOKER

Wettlauf mit Favoritensieg: Polizisten haben bei München eine 106-Jährige Frau eingeholt, die vor ihnen Reißaus genommen hatte.

München.  Eine 106-jährige Frau empfand in Germering bei München Polizisten zunächst nicht als Freunde und Helfer: Die Frau wollte mit ihrem Rollator Fersengeld geben, als Streifenbeamte sich näherten. Die rüstige Dame habe die Flucht ergreifen wollen, berichtet die Polizeiinspektion in Germering. Das Vorhaben scheiterte: Sie sei aber schnell von den Streifenbeamten eingeholt worden, meldet die Polizei. Und ließ sich dann auch helfen.

Die Beamten waren von einer Zeugin verständigt worden. Die aufmerksamen Frau hatte vermutet, die Dame könnte in Not sein. Sie sei ziellos umhergeirrt. In der Tat war die Frau auch schon vermisst gemeldet – rund 30 Kilometer entfernt in einem Seniorenheim.

Mit Ticket S-Bahn gefahren

Die Frau war im 40 Minuten entfernten Herrsching am Ammersee in die S-Bahn gestiegen und hatte dort auch eine Fahrkarte ordnungsgemäß entwertet. Ein ziviler Streifenwagen brachte die Frau schließlich dorthin zurück. Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge erklärte die Seniorin dort, sie habe jetzt Hunger und sei müde.

Die Anekdote weckt unweigerlich die Erinnerung an ein immer wieder zu sehendes Foto des dpa-Fotografen Julian Stratenschulte. Bei einem Kontrolltag in Hannover war eine Dame mit Rollator an den messenden Polizisten vorbeigelaufen. (law)

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