Facebook-Hit

Video: Dieser Pfarrer hat eine klare Botschaft an Einbrecher

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Pfarrer Künhaupt in seiner Videobotschaft an die Einbrecher.

Pfarrer Künhaupt in seiner Videobotschaft an die Einbrecher.

Foto: Screenshot/Facebook

Ein Pfarrer hält Einbrechern in einem Facebook-Video eine Gardinenpredigt. Das macht er so humorvoll, dass es schon einen Remix gibt.

Merzig.  Es ist der vielleicht beste Umgang mit einem Einbruch: Auf Facebook sorgt das Video eines Pfarrers aus dem Saarland für Furore, das sich witzig und mit versteckten Spitzen an die Täter richtet. Pfarrer Klaus Künhaupt wollte zeigen, dass Einbrecher an der falschen Adresse sind.

Der evangelische Geistliche führt freundlich lächelnd durchs Gemeindehaus der Kirchengemeinde Merzig und zeigt die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen. „Die Tür hier hat mehr gekostet als alles im Büro einschließlich Computer“, sagt er. „Den letzten haben sie mitgenommen. Haben Sie einen Käufer gefunden? Ich glaub nicht, ne?“ Denn zu holen gab es in dem Gemeindehaus nichts Wertvolles. „Ich wollte mal einen Tipp geben, wo es sich nicht lohnt“, sagt er dem Evangelischen Pressedienst.

Video gibt’s bereits als Rap-Version

Der Pfarrer tritt in dem Video so originell auf, dass es bereits einen Rap-Remix davon gibt. Der Jugendradiosender UnserDing des Saarländischen Rundfunks (SR) hat das Werk mit „MC Künhaupt“ geschnitten und auch bei Facebook hochgeladen. Künhaupt gefällt es: „Das ist doch ganz lustig.“

Wenn der Pfarrer wütend sein sollte auf die Täter, dann lässt er sich das zumindest nicht anmerken. Er macht buchstäblich gute Mine zum bösen Spiel, wenn er von den Sicherheitsvorkehrungen berichtet: Anscheinend bester Laune erzählt er, dass die Gemeinde das Geld für die tollen Sicherheitsvorkehrungen in andere Projekte hätte stecken können.

Bei dem jüngsten Einbruch hatten die Täter einen Schaden von mehreren Tausend Euro angerichtet. An Bargeld waren ihnen nur 3,50 Euro in die Hände gefallen: Der Erlös aus einem Bücherverkauf zugunsten geistig behinderter Kinder in Russland.

„Kommen sie doch mal in den Gottesdienst“

Das Video schließt er mit einer Einladung: „Kommen sie doch mal in den Gottesdienst, ich predige über die zehn Gebote... Aber nachts kommen sie bitte nicht mehr.“ In jedem Fall hat der Pfarrer mit seinem Auftritt Werbung in eigener Sache gemacht: Das Video wird rege geteilt – und einige Facebooknutzer schreiben bereits, sich den Pfarrer mal in der Kirche anschauen zu wollen. „Wenn die alle kommen, freue ich mich sehr“, sagt Künhaupt. „Dann machen wir die Kirche offen.“ Er sei allerdings „verhalten optimistisch“. (law/epd)

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